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Regenbogenfamilien wollen Sichtbarkeit und gleiche Rechte

  • 02. Mai 2021, noch kein Kommentar

Zum heutigen Tag der Regenbogenfamilien fordern queere Verbände rechtliche Reformen im Familien- und Abstammungsrecht sowie gesellschaftliche Anerkennung der Vielfalt der Familienformen.

"Tausende Kinder wachsen derzeit in Deutschland mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Eltern auf", erklärte Gabriela Lünsmann vom LSVD-Bundesvorstand zum International Family Equality Day (IFED). "Weder die Kinder noch die Eltern in Regenbogenfamilien sollten aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität diskriminiert werden. Dazu bedarf es der rechtlichen Gleichstellung und Weiterentwicklung des Abstammungs- und Familienrechts."

"Auch vier Jahre nach der Öffnung der Ehe gibt es weiterhin Kinder erster und zweiter Klasse", kritisierte Maja Giger vom Verein LesMamas. "Die Ehefrau der Mutter, die ein Kind auf die Welt bringt, muss automatisch rechtlicher Elternteil sein - analog zum Ehemann in verschiedengeschlechtlichen Ehen. Aber auch für unverheiratete Paare muss es die Möglichkeit der Mutterschaftsanerkennung analog zur Vaterschaftsanerkennung geben."

Das umständliche Verfahren der Stiefkindadoption als derzeit einzige Möglichkeit, die eigene Familie rechtlich abzusichern, gehöre für Regenbogenfamilien abgeschafft, forderte auch der LesbenRing. "Dass lesbische Mütter sich und ihre Kinder im Jahr 2021 weiterhin nur umständlich über den sie diskriminierenden Weg der Stiefkindadoption absichern können, ist beschämend und steht einer aufgeklärten Gesellschaft schlecht zu Gesicht", sagte Fachbeirätin Carina Flores.

Um die im Koalitionsvertrag versprochene Reform des Abstammungsrechts noch in dieser Legislatur auf den Weg zu bringen, hat der LSVD eine E-Mail-Aktion an die Abgeordneten von Union und SPD gestartet.

Am kommenden Freitag entscheidet zudem der Bundesrat über den Entschließungsantrag "Reform des Abstammungsrechts: Alle Familien stärken - Gleichstellung voranbringen" der Bundesländer Berlin und Thüringen. Der LSVD hat alle Ministerpräsident*innen aufgefordert, den Antrag zu unterstützen. "Mit der Zustimmung würde die Länderkammer deutlich machen, dass ihr alle Familien am Herzen liegen und Kinder nicht aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität der Eltern diskriminiert werden", so Vorstandsfrau Gabriela Lünsmann.

Der International Family Equality Day wurde zum ersten Mal im Jahr 2012 ausgerufen und immer auf den ersten Sonntag im Mai festgelegt. Die Tatsache, dass weltweit immer mehr Regenbogenfamilien gegründet werden und sich Organisationen und Netzwerke für ihre Interessen einsetzen, hat dazu geführt, dass es den Wunsch nach einem Zusammenschluss gab, um die Anliegen und Sichtbarkeit von Regenbogenfamilien hervorzuheben.

Weiteren Informationen zur Geschichte des Tags und zu internationalen Aktionen gibt es unter internationalfamilyequalityday.org. (cw)



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