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#DerWärmsteMoment polarisiert am Wörthersee
- 05. Mai 2021,
Bild: Wörthersee TourismusSeit über zehn Jahren wirbt Wörthersee Tourismus mit dem "Pink Lake"-Festival um die LGBTI-Community - und startet nun mit einer umstrittenen Kampagne in ein ganzjähriges Queer-Marketing.
Am letzten Wochenende im August lockte "Pink Lake" in den vergangenen Jahren zahlreiche queere Besucher*innen aus dem In- und Ausland an den Wörthersee. Nachdem das Festival im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, hat sich die Region dazu entschieden, ab sofort zusätzlich auf ein ganzjähriges LGBTI-Marketing zu setzen.
Für die erste Kampagne holte man sich zur professionellen Begleitung die Wiener Agentur Vangardist Media sowie die deutsche Agentur SÍSÍ mit ins Boot. Beide Agenturen haben einen queeren Schwerpunkt und sind geführt von Vertretern der LGBTI-Community. Sie entwickelten ein Gewinnspiel rund um den Hashtag #DerWärmsteMoment, mit dem ein Kurzurlaub - mit Partner*in, oder im Freundeskreis - am See gewonnen werden kann. Die glücklichen Gewinnenden werden zu einem professionellen Fotoshooting eingeladen und damit zu "Pink Lake"-Botschafter*innen der Region.
Warme Momente am Wörthersee: Gewinnt einen romantischen Luxustrip als #GayCouple! ? Zeigt uns dafür euren wärmsten...
Posted by Pink Lake Wörthersee on Saturday, May 1, 2021
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Weitere Motive der Kampagne zeigen wir in der unten verlinkten Galerie.
Die Doppeldeutigkeit des Begriffes "warm" als Attribut des Sees und Bezeichnung für homosexuelle Menschen wurde von den beteiligten Agenturen ganz gewusst gewählt - dennoch ging auf Wörthersee Tourismus nach der ersten Veröffentlichung ein kleiner Shitstorm los. Der Slogan wurde u.a. als diskriminierend, unpassend und peinlich kritisiert. Auch mehrere österreichische Medien wie 5min.at griffen die umstrittene Kampagne bereits auf.
Bei Wörthersee Tourismus nimmt man die Kritik gelassen. "Negative Kommentare kommen vorwiegend von Usern, die nicht der Gay Community angehören", erklärte Geschäftsführer Roland Sint am Mittwoch. "Wir bekommen aber sehr viele positive Rückmeldungen von unseren queeren Followern, die wir mit der Kampagne ja schließlich für den Wörthersee begeistern wollen."
Claudius Desanti und Sven Tomschin, Inhaber der Agentur SÍSÍ, möchten "mit einem Augenzwinkern und großem Respekt für die Community" eine ehemals abwertende Bedeutung des Wortes "warm" neu besetzen: "Vorbild ist für uns hier auch die Gay Community, die z.B. das Wort 'schwul' von einer ursprünglich negativen zu einer stolzen positiven Selbstbezeichnung umgewandelt hat". (cw)
















