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Carolin Emcke mit Rosa-Courage-Preis geehrt

Bild: Angela von Brill

Der Osnabrücker Verein Gay in May hat die queere Autorin und Publizistin Carolin Emcke für ihren Einsatz für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten mit dem Rosa-Courage-Preis 2021 ausgezeichnet.

"Sie macht Diskriminierungen deutlich, stellt Gewohnheiten in Frage und klärt Missstände auf!", begründete der Gay-in-May-Vorsitzende Frank Mayer die Ehrung. Darüber hinaus gelänge es der 53-jährigen Wahl-Berlinerin, Verbindungen zu anderen Diskriminierungsmechanismen wie Rassismus und Antisemitismus heraus- und den Bezug zu anderen Minderheiten herzustellen.

Die Übergabe des Preises fand am Dienstag in kleiner Runde im Osnabrücker Rathaus statt. "Das bessere Leben - es ist mit Dir möglicher geworden", bedankte sich der "taz"-Journalist Jan Feddersen in seiner Laudatio bei Emcke. Grußworte wurden von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) sowie von Diana Häs für Gay in May überbracht.

In ihrer Dankesrede hob Carolin Emcke hervor, dass der Preis auch für sie eine große Bedeutung habe. Er gebe ihr auch Kraft weiterzumachen. Stolz mache sie, dass sie sich in eine Reihe von Menschen begeben könne, die ihren Beitrag für die Rechte von LGBTI-Menschen geleistet haben. Emckes trug sich auch in das Goldene Buch der Stadt ein.

Der Rosa-Courage-Preis wird seit 1992 im Rahmen der seit 1979 stattfindenden Osnabrücker "Gay in May Kulturtage der Vielfalt" verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll herausragendes Engagement für die Belange von queeren Menschen gewürdigt werden. In den letzten Jahren wurden etwa Manfred Bruns, Klaus Wowereit oder Elfi Scho-Antwerpes geehrt. Letztes Jahr erhielt LSVD-Bundesvorstandsmitglied Günter Dworek die Auszeichnung.

Carolin Emcke studierte in Frankfurt, London und an der renommierten Harvard-Universität. Sie war unter anderem von 1998 bis 2006 in der Auslandsredaktion des Magazins "Spiegel" tätig und berichtete aus Krisengebieten. Später arbeitete sie als freie Publizistin. In dem autobiografischen Buch "Wie wir begehren" aus dem Jahr 2013 beschreibt Emcke die Entdeckung ihrer Homosexualität, wobei sie ihre Wünsche formuliert, aber auch die soziale Ausgrenzung als Ergebnis ihres Coming-outs diskutiert. 2017 beklagte sie, dass Antisemitismus und Homophobie in Deutschland wieder um sich griffen (queer.de berichtete).

Erst vergangenes Jahr wurde Emcke mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet (queer.de berichtete). Im Jahr 2016 hatte sie bereits den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten (queer.de berichtete). Anfang des Monats wurde sie n Oldenburg mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis geehrt. (cw)



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#1 AtreusProfil
  • 14.05.2021, 09:24hSÜW
  • Emcke und Courage: das passt. Meinen Glückwunsch! Ihre Rede zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels in der Paulskirche ist mir immer noch im Gedächtnis und neben Köhlmeiers Rede am Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus eine von zweien, die ich mir immer mal wieder anhöre und -schaue.
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