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USA: Erstmals Vice President beim CSD
- 14. Juni 2021,
(Bild: Twitter / @VP)Kamala Harris ist gemeinsam mit ihrem Ehemann Doug Emhoff am Samstag freudestrahlend beim CSD in der US-Bundeshauptstadt Washington mitmarschiert. Zuvor hatte sich nie ein Vizepräsident während seiner Amtszeit bei einem Pride blicken lassen.
Die Biden-Stellvertreterin trug bei ihrer Teilnahme ein Hemd mit der Aufschrift "Love is Love", während auf dem Hemd des "Second Gentleman" elf Mal der Aufdruck "Love First" in den Regenbogenfarben zu sehen war. Auf ihrer offiziellen Vizepräsidentschaftspräsenz auf Twitter erklärte Harris: "LGBTQ-Amerikaner, ich will, dass ihr wisst: Wir sehen euch. Wir hören euch. Präsident Joe Biden und ich werden nicht müde, bis wir gleiche gesetzliche Rechte erreicht haben. Schönen CSD!" Dazu veröffentlichte sie eine zweiminütige Rede, in der sie sich freudig an die Ehe-Öffnung erinnerte und versprach, weiter für gleiche Rechte zu kämpfen.
/ VPLGBTQ Americans, I want you to know: We see you. We hear you. President Joe Biden and I will not rest until everyone has equal protection under the law. Happy #Pride. pic.twitter.com/HSEkOyZyLe
Vice President Kamala Harris (@VP) June 13, 2021
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Anlässlich ihrer Teilnahme rief Harris konkret dazu auf, das LGBTI-inklusive Antidiskriminierungsgesetz "Equality Act" umzusetzen. "Wir müssen sicherstellen, dass die trans Community und unsere Jugend geschützt wird. Wir brauchen noch immer Schutz im Arbeits- und Mietrecht", so Harris. Das Gesetz, das bereits seit dem letzten Jahrtausend debattiert wird, sieht vor, auch sexuelle und geschlechtliche Minderheiten auf Bundesebene vor Diskriminierung zu schützen. Ein derartiger Schutz existiert zwar bereits seit mehr als 50 Jahren, allerdings nur für Merkmale wie "Rasse", "Geschlecht" oder "Religion".
Das US-Repräsentantenhaus hatte den "Equality Act" zwar bereits im Februar beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings hat die Demokratische Mehrheit im Senat nicht genügend Stimmen, um einen republikanischen Filibuster, also die Blockade des Gesetzentwurfs, zu verhindern.
Gegner*innen der Biden-Regierung haben den Auftritt von Harris kritisiert, allerdings eher indirekt: So berichtet der Fox News Channel, das inoffizielle Sprachrohr der Republikanischen Partei, dass Harris' Personenschützer "nicht glücklich" über den "spontanen öffentlichen Auftritt" gewesen seien. (dk)

















