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Über 100.000 Menschen feiern Pride in Tel Aviv

Es war fast wie früher: Mehr als 100.000 Menschen gingen am Freitag in der israelischen Metropole Tel Aviv fröhlich und ausgelassen für LGBTI-Rechte auf die Straße - die allermeisten ohne Maske

Die Stadt Tel Aviv als Veranstalterin hatte ursprünglich sogar rund 200.000 Teilnehmer*innen zu der Parade erwartet. Aktuell dürfen wegen der Corona-Pandemie nur in begrenzter Anzahl geimpfte Tourist*innen in Gruppen einreisen. Diese Woche waren die Corona-Neuinfektionen zudem in Israel erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 pro Tag gestiegen. Am Donnerstag wurden 227 Neuinfizierte registriert.

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Am Freitag verhängte die Regierung erneut die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Dazu empfahl sie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Großveranstaltungen wie der Pride-Parade - doch nur sehr wenige folgten der Aufforderung. Zuvor waren wegen niedriger Infiziertenzahlen die Corona-Beschränkungen fast komplett aufgehoben worden. Mehr als 5,5 Millionen der 9 Millionen Landesbewohner*innen haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen auch die zweite Dosis.

Kurz vor Beginn der Pride-Parade nahm die Polizei nach eigenen Angaben einen Mann aus Tel Aviv fest, der einen Angriff geplant hatte (queer.de berichtete). Er habe mehrere Waffen für Attacken dabei gehabt, hieß es in einer Mitteilung. Darunter seien ein Elektroschockgerät und ein Würgeholz, ein sogenanntes Nunchaku, gewesen. (cw/dpa)



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