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IKEA: Queere Sofas in allen Farben des Regenbogens

(Bild: IKEA Canada)

Das schwedische Möbelhaus IKEA zeigt in seinen kanadischen Filiane anlässlich der CSD-Saison zehn Sofa-Schonbezüge in allen Farben des Regenbogens.

"Zu Ehren von Pride, hat IKEA Kanada mit Designer*innen zusammengearbeitet, die in der 2SLGBTQ+-Community aktiv sind, um 'Love Seats' zu erschaffen, eine Serie von einmaligen Schonbezügen, die von den Farben der verschiedenen Pride-Fahnen inspiriert worden sind", so IKEA auf seiner Website. 2S in der Abkürzung 2SLGBTQ+ bezieht sich auf den Begriff "Two-Spirit"; dabei handelt es sich um ein Konzept des dritten Geschlechts, das auf kanadische Ureinwohner*innen zurückgeht.

Die aus dem Raum Toronto stammenden Designer*innen Bianca Daniela Nachtman, Madison Van Rijn, Charlotte Carbone und Ali Haider kreierten Bezüge, die etwa auf der Trans-Flagge (hellblau, rosa, weiß), der lesbischen Flagge (sechs Rot- und Pinktöne und weiß) oder der nichtbinären Flagge (gelb, weiß, violett, schwarz) basieren. Besonders bunt ist das von der elffarbigen Progress-Regenbogenflagge inspirierte Sofa, das mit Blumen geschmückt ist.

Auf seiner Website und in sozialen Netzwerken stellt IKEA zudem die Geschichten queerer Menschen vor, die von diesen Sofas repräsentiert werden - etwa die des trans Manns Nath, der mit seiner Frau zwei Kinder großzieht.



Die Sofabezüge werden derzeit in mehreren IKEA-Filialen in Kanada gezeigt. Käuflich erhältlich sind sie allerdings nicht.

IKEA gilt als eine der LGBTI-freundlichsten Firmen der Welt, der auch gegen erbitterte Kritik für Akzeptanz wirbt. So schaltete die Firma bereits 1994 als erster großer Konzern einen Werbespot im amerikanischen Fernsehen, in dem auch ein schwules Paar zu sehen war. 2008 sorgte in Polen ein essendes Männerpaar im IKEA-Katalog für Aufregung - Konservative riefen daraufhin zu einem Kaufboykott auf (queer.de berichtete). Drei Jahre später warb Ikea in Italien mit einem händchenhaltenden Paar, was zu heftiger Kritik in der von Silvio Berlusconi kontrollierte Presse führte (queer.de berichtete). 2015 stellte IKEA sein Kundenmagazin in Russland wegen des Homo-"Propaganda"-Gesetzes ein (queer.de berichtete). Letztes Jahr ging die homophobe polnische Justiz gegen das schwedische Möbelhaus vor, weil der Konzern in Krakau einen Mitarbeiter gefeuert hatte, der in der internen Firmenkommunikation Homosexuellen mit dem Tod gedroht hatte (queer.de berichtete). (dk)



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30. Juni 2021
2 Kommentare

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#1 TheoAnonym
  • 30.06.2021, 13:13h
  • Sehr tolle Aktion!
    Schön fände ich es, wenn diese love seats nach Ende der Ausstellung versteigert werden würden und der Erlös der lokalen Community zu gute käme.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GussiEhemaliges Profil
  • 01.07.2021, 11:29h
  • Das Sofa: Progress Flag gefällt mir besonders gut. Würde recht schön in einem Wintergarten passen.
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