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Queerer Brunnen kehrt nach Münster zurück

Bild: Henning Rogge
  • 15. Juli 2021, noch kein Kommentar

Vor vier Jahren war das Kunstwerk "Sketch for a Fountain" der US-Künstlerin Nicole Eisenman mehrfach Ziel queerfeindlicher Attacken – jetzt wird es dauerhaft in Münster aufgestellt.

Rund drei Monate vor der offiziellen Rückkehr haben die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt begonnen. teilte die Bürgerinitiative "Dein Brunnen für Münster" am Mittwoch mit. Bevor das Werk am 2. Oktober offiziell an der Promenade an der Nordseite der Innenstadt eingeweiht wird, beginnen laut den Initiator*innen die Anschlussarbeiten an Kanalisation und Stromnetz. Dann folgt der Brunnenbau.

Der Brunnen war Teil der Skulptur Projekte 2017 in Münster, wurde mehrfach während der Ausstellung zerstört und mit homophoben und antisemitischen Zeichen beschmiert. Das Kunstwerk mit überlebensgroßen, geschlechtslosen Figuren steht für das Thema Diversität und Toleranz. Der Rat der Stadt Münster hat 2020 der Rückkehr zugestimmt, nachdem sich die Bürgerinitiative für das Projekt stark gemacht und Gelder eingesammelt hatte. Durch die Corona-Pandemie verzögerte sich der Wiederaufbau.

Die Dauerinstallation entspricht nicht eins zu eins dem Werk aus dem Jahr 2017. So werden drei Gipsfiguren durch weiß-patiniertes Aluminium ersetzt. Die Skulptur Projekte finden alle zehn Jahre in Münster statt und zählen zu den wichtigsten Freiluft-Großausstellungen weltweit. 2017 waren 600.000 Besucher*innen nach Westfalen gekommen – darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender. (cw/dpa)


(Bild: Presseamt Münster)



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