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Schäbiges Gedenken an Magnus Hirschfeld

Bild: Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Mit diesem Schock-Foto schlägt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Alarm: Seit Jahren verkommt die Dr.-Magnus-Hirschfeld-Gedenkstele hinter dem Berliner Haus der Kulturen der Welt.

Das Denkmal mit dem Namen "Die Mitteilung" wurde 1994 anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft für den Institutsgründer Hirschfeld am historischen Standort errichtet. Das Institut war 1933 von den Nationalsozialisten geplündert und zerstört worden.

Seit Jahren befindet sich die Metall-Stele und deren Umgebung jedoch in einem erbärmlichen Zustand. Nach einer neuen Sachbeschädigung schrieb Ralf Dose von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft am Samstag folgenden Brief an das zuständige Bezirksamt Mitte:

Von einem Spaziergänger wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass das Denkmal für Magnus Hirschfeld und das Institut für Sexualwissenschaft am Spreeufer in der Nähe des Hauses der Kulturen der Welt beschmiert wurde – ein Foto ist beigefügt. Das Denkmal steht in unmittelbarer Nähe einer Anlegestelle für Touristenschiffe und wird auch von den Besucher*innen der Terrassen der Weltwirtschaft im HKW regelmäßig passiert.

Das Umfeld dieses Denkmals ist seit Jahren in einem beklagenswerten und nicht länger hinnehmbaren Zustand; das Denkmal selbst ist wegen der provisorischen – aber nicht sehr effektiven – Absperrung für interessierte Personen eigentlich gar nicht zugänglich. Wir sind schon wiederholt gefragt worden, was diese Absperrung solle und warum ggf. erforderliche Sanierungsarbeiten am Gelände nicht längst erfolgt seien.

Wir hatten bereits 2018 – im Vorfeld der ALMS-Konferenz, die im Sommer 2019 mit 500 überwiegend auswärtigen Teilnehmer*innen im Haus der Kulturen der Welt stattfand – darauf aufmerksam gemacht, dass Berlin seinen zahlreichen internationalen queeren Gästen mit dieser Vernachlässigung deutlich zeigt, wie wenig ernst deren Geschichte genommen wird – eine Geschichte, mit der Berlin sich gern schmückt, wenn es nichts kostet.

Wir bitten Sie dringend, nun endlich dafür zu sorgen, dass das Denkmal für Magnus Hirschfeld mitsamt seiner Umgebung in einen der Bedeutung Hirschfelds für Berlin angemessenen Zustand versetzt wird. Die umgehende Beseitigung der Beschmutzung des Denkmals halten wir für selbstverständlich.

Auf der Homepage des Berliner Senats kann man sich übrigens anschauen, wie das Denkmal aussehen sollte. (mize)



-w-

#1 EinChaserAnonym
  • 18.07.2021, 19:03h
  • Öhm. Sieht für mich ganz normal nach Berlin eben aus.

    Schade natürlich für ein Denkmal und die Menschen die an dem Projekt beteiligt waren.
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#2 Unkrautzupfer_21Anonym
  • 18.07.2021, 22:30h
  • Mal davon abgesehen, dass ich es blamabel finde, dass von Passant_innen auf den Zustand eines Denkmals des Namensgebers der Stiftung hingewiesen werden muss, verstehe ich auch das Gejammer nicht. Einfach mal machen.
    Also ich war heute eine Stunde Unkraut ziehen. Ich werde die kommende Woche wiederkommen und zumindest den Weg wieder unkrautfrei kriegen.
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#3 BiotopistAnonym
  • 20.07.2021, 18:16h
  • Antwort auf #2 von Unkrautzupfer_21
  • Vorsicht, nicht dass du ein Bitop-Projekt des grünen Beziksbürgermeisters Stephan von Dassel, importiert aus dem erzkatholischen Münsterland, kaputtmachst. Dieser Grüne fällt ja immer wieder durch Provinzialität auf.
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