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Ehe für alle in der Schweiz: Auf zur letzten Hürde!

Am 26. September stimmen die Schweizer*innen darüber ab, ob das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben endlich beendet wird – in Zürich wurde am Dienstag eine Pro-Kampagne gestartet.

Mit einer Hochzeitsfeier vor dem Standesamt zeigte die "Operation Libero" symbolisch auf, wofür sich die Bewegung bis zur Abstimmung einsetzen wird: dass allen Paaren – egal welchen Geschlechts oder sexueller Orientierung – das Grundrecht der Ehe gewährt wird.

Ein Frauenpaar, ein Männerpaar und ein verschiedengeschlechtliches Paar liefen durch einen Spalier von Dutzenden Personen, worunter sich auch Prominente wie der Popmusiker Crimer, Model Tamy Glauser oder Ex-Snowboarder Iouri Podladtchikov befanden. "In diesem Abstimmungskampf stehen wir gemeinsam Spalier für die Liebe und für gleiche Rechte – was in einem liberalen Staat eine Selbstverständlichkeit sein sollte", sagte Co-Kampagnenleiterin Jessica Zuber.

Die Paare trennten Bänder durch, die für die vielen Hürden auf dem bisherigen Weg hin zur Ehe für alle standen. Die hoffentlich letzte Hürde ist nun die Abstimmung vom 26. September. Mehr Infos zu Kampagne gibt es hier.


Eigentlich war die Gleichstellung Schwuler und Lesben im Ehe-Recht schon am 18. Dezember 2020 in beiden Kammern des schweizerischen Parlaments mit großer Mehrheit beschlossen worden (queer.de berichtete). Homo-Hasser*innen sammelten aber binnen 100 Tage mehr als die 50.000 notwendigen Unterschriften, um einen Volksentscheid über die Ehe-Öffnung zu erzwingen. Unterstützt wird das Referendum von Vertreter*innen der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), der bibeltreuen Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) sowie der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP).

Umfragen zufolge befürwortet eine deutliche Mehrheit der Schweizer*innen die Ehe für alle (queer.de berichtete). Allerdings brachten in den letzten Jahren einige derartige Volksentscheide in der Schweiz, an denen sich teilweise nur gut ein Drittel der Wähler*innen überhaupt beteiligen, überraschende Ergebnisse hervor.

Vergangene Abstimmungen zeigen, wie knapp es werden kann: 2016 hatte das Wahlvolk etwa einen Volksentscheid, der durch die Hintertür die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern wollte, nur knapp abgelehnt – mit 50,8 zu 49,2 Prozent (queer.de berichtete). (cw)



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#1 YannickAnonym
  • 11.08.2021, 07:17h
  • Wollen wir hoffen, dass das gut ausgeht.

    Denn die Homohasser werden bis dahin natürlich alles auffahren um das zu verhindern und auch vor Lügen, Halbwahrheiten und Verdrehungen nicht zurückschrecken.
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