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Lil Nas X ist schwanger

Erst im Frühjahr hatte er den Teufel verführt – nun ließ sich schwule US-Rapper Lil Nas X für sein Debütalbum "Montero" als hochschwangerer Mann ablichten.

Der 22-Jährige postete am Donnerstag eine Reihe von Fotos auf Instagram, die ihn mit einem nackten Babybauch zeigen. In einem weißen Umhang, mit Blumenstrauß und einem Kranz weißer Rosen auf dem Kopf kniet der Musiker dabei am Rand eines Pools. Dazu stellte er eine gefakte Ultraschall-Aufnahme, die statt Baby einen Ausschnitt des Plattencovers zeigt.

"Überraschung", schreibt der zweifache Grammy-Gewinner dazu. Er könne es kaum glauben, endlich die Ankunft seines "kleinen Freudenbündels" für den 17. September anzukündigen. Den Erscheinungstermin für sein Album "Montero" – benannt nach seinem bürgerlichen Namen Montero Lamar Hill – hatte er schon vor einer Woche benannt (queer.de berichtete).

Die Idee für das Foto-Shooting mit Babybauch sei ihm im Gespräch mit seiner Stylistin gekommen, erzählte der Rapper der US-Zeitschrift "People". Dies sei sein Baby, habe er scherzhaft über sein Album gesagt. Daraus sei die Schwangerschaftswerbung entstanden.

Twitter / LilNasX

"An diesem Album zu arbeiten war für mich Therapie", hatte der Rapper zuvor erklärt. Der 22-Jährige gehört zu einer kleinen, aber wachsenden Zahl von US-Rappern, die aus ihrer Homosexualität kein Geheimnis machen. Seinen Durchbruch hatte der in Georgia aufgewachsene Musiker 2019 mit dem Country/Hip-Hop-Hit "Old Town Road". Im Frühjahr landete er mit "Montero (Call Me By Your Name)" seinen zweiten Nummer-eins-Hit in den USA. Das offizielle Musikvideo, in dem Lil Nas X eine sehr queere Version des Garten Edens zeigt und den Teufel mit einem Lapdance verführt, hatte bei Fundichristen für Empörung gesorgt (queer.de berichtete). (cw/dpa)



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03. September 2021
12 Kommentare

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#1 mind_the_gap
  • 03.09.2021, 15:48h
  • Also ich finde das einfach nur großartig. Dieser junge Mensch strahlt so viel queeres Selbstbewusstsein aus - einfach nur toll, dass es ihn gibt.

    BIG HUGS AND SUPPORT FROM GERMANY!
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#2 trans naysayerAnonym
#3 mind_the_gap
  • 03.09.2021, 16:59h
  • Antwort auf #2 von trans naysayer
  • Ich stimme Dir da vollends zu.

    Leider haben hier noch allzu viele queere Menschen nicht wirklich verstanden oder verinnerlicht, was das bedeuten kann, versuchen lieber Toleranz durch maximale Anpassung zu erreichen und halten das schon für das Nonplusultra der Machbarkeit.

    Deshalb ist Lil Nas X erst recht genau auf meiner Wellenlänge. Ein großartiger Mensch. May he live long and prosper!
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#4 LotiAnonym
#5 trans naysayerAnonym
#6 DominikAnonym
  • 03.09.2021, 19:42h
  • Da soll noch mal einer sagen, schwangere Männer gebe es gar nicht. Doch, es gibt sie, der Beweis ist vollbracht. Sie gebären Musik-CDs. ;D
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#7 zundermxeAnonym
  • 03.09.2021, 21:57h
  • Wahnsinn, was Lil Nas X so ganz selbstverständlich macht.
    Er verspürt pure (queere) Lebensfreude.
    Echt ein Stern. I like him so much.
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#8 LegatProfil
  • 04.09.2021, 08:15hFrankfurt am Main
  • Genau sowas will ich als queere Kunst im Mainstream sehen! Großartig! Applaus, Applaus! :-)

    Wenn Lil Nas X so genial weitermacht, wird er der nächste Freddy Mercury, nur offener, post-moderner und noch stärker die Jugendlichen erreichend.
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#9 Ith_Anonym
  • 04.09.2021, 14:28h
  • Also auf mich als jemanden, der tatsächlich durch eine Vergewaltigung zu "lebenslänglich", aka Schwangerschaft mit extrem schwierigen Abbruchsvoraussetzungen verurteilt werden könnte und weiß, was für Folgen das für mich hätte, hat solches Posing seitens Cissen immer so eine gewisse Qualität von dem, was man bei Weißen als Blackfacing bezeichnen würde.

    Aneignung und Selbstpräsentation mit einem "creepy feature", ohne von sämtlichen bzw. bloß irgendeinem der stigmatisierenden Nachteile tatsächlich betroffen zu sein.

    Ich mein, vielleicht hab ich ja bloß verpasst, dass er trans* ist, aber wenn ich das verpasst haben sollte, hätte man's in den Artikel ja reinschreiben können.
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#10 Ith_Anonym
  • 04.09.2021, 14:31h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Ich mag die subtile Art, auf die du hier mal wieder zum Ausdruck bringst, dass trans-Männer für dich keine Männer sind, und wie das außer mir mal wieder weder jemand wahrzunehmen scheint, noch es irgendwen sonst interessiert.

    Also "mögen" in demselben Sinne wie ich es mag, wenn AfD-Politiker*innen wenigstens offen dazu stehen, Hitler gut zu finden. Im Sinne von "wenigstens ehrlich" eben.
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