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Zeitreise ins Castro-Viertel

Foto aus dem Buch: Castro Street Fair, August 1976, Enchantra (Bild: Daniel Nicoletta / Taschen)

Mit "San Francisco. Porträt einer Stadt" ist im Taschen Verlag ein neuer Bildband erschienen, der auch die schwule Geschichte der US-Metropole würdigt.

"I left my heart in San Francisco" – die von Tony Bennett besungene nordkalifornische Stadt an der San Francisco Bay zieht seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Künstler*innen, Freigeister und Unternehmer*innen jeder Art magisch an. Auf fast 500 Seiten, mit zahlreichen Aufnahmen aus Dutzenden von Archiven und Sammlungen, zeigt sich die pulsierende Stadt in all ihren Facetten von ihren historischen Anfängen bis heute.

"San Francisco. Porträt einer Stadt" bietet außergewöhnliche Blicke auf die Wahrzeichen der Metropole: die Golden Gate Bridge, Chinatown, die Cable Cars, die die berühmten steilen Straßen hinauf- und hinabklettern, die beliebten Uferpromenaden, die schöne Bucht und die spektakulären Stadtlandschaften. San Franciscos Counterculture, die unser kollektives Bewusstsein geprägt hat, ist ebenfalls prominent vertreten: die Beatniks am North Beach, die Hippies in Haight-Ashbury, die schwule Szene von Castro und die Black Panthers im benachbarten Oakland. Auch einige der berühmtesten Einwohner der Stadt treten auf: Harvey Milk, Robin Williams, The Grateful Dead, Angela Davis, Janis Joplin, Sylvester und Allen Ginsberg, um nur einige zu nennen.

Die Essays und ausführlichen Bildlegenden des in der Bay Area lebenden Autors Richie Unterberger erläutern das reichhaltige Bildmaterial. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für Literatur, Musik und Filme über San Francisco sowie Biografien der Fotograf*innen.

Der 480-seitige Bildband (ISBN 978-3-8365-7485-3) ist zum Preis vom 50 Euro u.a. im Verlagsshop erhältlich. (cw/pm)



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#1 LothiAnonym
  • 19.01.2022, 18:04h
  • I left My Heart in San Francisco. Dieser Song wurde auch sehr schräg von der schwulen Band Tuxedomoon interpretiert. Ebenso die Kunstband The Residents aus San Francisco nahmen sich diesen Song vor. Letztere hatten in der Grove Street wo ich zuerst wohnte ihr erstes Aufnahme Studio.
    Castro Street war schlichtweg der Schwule Schmelztiegel der Stadt. Wenn ich dort in einer Wohnung zu Gast war, verblüffte mich immer wieder die imposante Fensteraussicht. Besonders nach hinten heraus. Keine Gardinen oder Jalousien waren zu sehen. Dafür u.a.Gays die nackt nur mit Schürze begleitet staubsaugten und reinemachten. Selbst beim Sex konnte man wenn man es denn so wollte zuschauen. Ich kann den Bildband insbesondere unsere Jugend empfehlen. So etwas war schon einzigartig im ansonsten prüden USA. Jemand sagte 1975 mal zu mir: San Francisco ist die europäischste Stadt in Kalifornien.
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#2 StaffelbergblickAnonym
  • 20.01.2022, 00:32h
  • Antwort auf #1 von Lothi
  • Lothar Du SF-Guru ... mir hat ein Freund erzählt, im Castro-Distrikt sei es erlaubt nackt auf die Straße zu gehen, aber es darf dabei kein Cockring getragen werden. Stimmt das????
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#3 LothiAnonym
  • 20.01.2022, 07:51h
  • Antwort auf #2 von Staffelbergblick
  • LOL:-) Du kommst mit Fragen die selbst mir fremd sind. In meiner Zeit in San Francisco habe ich nicht eine Person komplett nackt in der Castro Street ausfindig machen können. Halbnackte ja.
    Ich kann von einem Erlebnis in einer damaligen Diskothek berichten, die aber nicht in der Castro Street ansässig war. Das Schwule Lokal war gerammelt voll. Die Tanzfläche ebenso. Viele tanzten mit nackten Oberkörpern. Ein junger langhaariger Typ stand plötzlich komplett nackt da und tanzte völlig zugedröhnt zur Musik. Er wurde sogleich an die frische Luft gesetzt. Das Gesetz verbietet solch ein Verhalten in Diskotheken. Was in den Lederbars und den dazugehörigen Darkrooms so alles ablief entzieht sich meiner Kenntnis. Aber da muß es damals hoch hergegangen sein. .
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#4 LothiAnonym
  • 20.01.2022, 08:28h
  • Antwort auf #3 von Lothi
  • Apropos nackig in der Öffentlichkeit. Verzeiht mir mein Abweichen vom eigentlichen Thema.
    Anfang d.80 Jahre im Tiergarten Berlin. Nahe der Siegessäule gab es eine Wiese die auch Tuntenwiese genannt wurde. Dort war es im Sommer rappelvoll mit Sonnenanbetern. Es gab sogar vereinzelt noch vom Senat aufgestellte Liegen. Wir, eine Clique von 5 Mann legten uns auf die Wiese und zogen alle bereitwillig unser letztes Kleidungsstück aus. So lagen wir denn da völlig nackig in der Sonne. Ich war eingenickt u.wurde vom Schnaufen eines Pferdes wach. Neben mir stand ein Pferd mit Polizei oben drauf. Dieser sagte uns sehr eindringlich uns untergerührt zu bekleiden. Ok, wir taten es. Am nächsten Tag wir wieder auf der Wiese. Gleiches Prozedere. Nackt liegend i.d.Sonne. Dann tauchte ein Polizist tatsächlich mit einem Motorrad auf und wir mußten wieder untenherum was anziehen.
    Weil uns das dann einfach zu Böden war, gingen wir daraufhin zum Nacktbaden an den Halensee
    Nähe Kurfürstendamm. Dort war Nacktbaden erlaubt. Schon kurze Zeit später wurde auch das Nacktbaden auf der Wiese im Tiergarten erlaubt. Sogar eine Dusche kam später noch hinzu. Sehr zur Freude von Berlintouristen, die mit den Doppeldeckern daran entlangfuhren.
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#5 StaffelbergblickAnonym
  • 20.01.2022, 16:30h
  • Antwort auf #4 von Lothi
  • LOL ... jo das kenne ich auch. Am Halensee hatte ich auch immer rumgelegen. Später auch auf der Tuntenwiese. Irgendwie schon "komisch". Das war damals alles irgendwie kein Thema. Ich kann mich gut daran erinnern, dass gerade am Halensee an der Straße ein Verkaufswagen stand und manche nur noch mit Schuhe bekleidet zu diesem Kiosk gingen. Und die Touris im 84er Bus (???) aus dem Fenster guckten und die Kameras zückten. Und im Tiergarten an der Siegessäule gleich bei den Klappen, wenn die ersten Sonnenstrahlen kamen ...kamen die ersten Nackten. Und auf den Wegen "flanierten" die Neugierigen, die Touris, "der gemeine Berliner mit Kind und Kegel". Da wurde auch hemmungslos rumgeknutscht und gefummelt ... und hatte sich damals irgendwer beschwert??? Mir ist das nichts bekannt.
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#6 StaffelbergblickAnonym
#7 SebiAnonym
#8 LothiAnonym
  • 20.01.2022, 20:02h
  • Antwort auf #6 von Staffelbergblick
  • Ich glaubs nicht was ich da zu sehen bekomme.
    Das war 1975 nicht mal ansatzweise vorstellbar. Zumindest habe ich sowas nicht gesehen. Diese Form der Freizügigkeit macht aber deutlich wie liberal die Stadtoberen in San Francisco sind. Die Stadt ist echt verrückt. Eine echte Ausnahme in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika. Einfach cool. Ich liebe diese Stadt und würde auch mit Kusshand sofort dorthin ziehen. Nur dazu fehlt mir einfach die Kohle;-)
    Danke für die Links.
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#9 LothiAnonym
  • 20.01.2022, 20:40h
  • Antwort auf #7 von Sebi
  • Nur so angemerkt. Diese Stadt war in den 70er Jahren zwar recht offen für seine Zeit. Aber schon wenn man raus aus der Stadt fuhr ins Landesinnere war auch Schluß mit der Freizügigkeit. Es gab auch die typischen Fucking Straights. Bei einem kostenlosen Freilichtkonzert in San Francisco zu dieser Zeit gingen mein Lover und ich hin um Jefferson Airplain, Greapfull Dead u.a. zu sehen u.hören. Wir setzten uns mitten zwischen all den Jungen Leuten und anfangs lief alles normal ab. Dann, als Patrick anfing mich des Öfteren zu Küssen sagte neben uns ein Langhaariger Hippie aus einer Gruppe heraus: er mag das nicht in seiner Nähe. Seine Freundin auch nicht. Patrick konterte zurück mit den Worten: Honey Youre are in San Francisco. You Know? Da begann die ganze Heterogruppe an zu maulen gegen uns beide. Sie warfen sogar kleine Steine nach uns. So verließen Pat und ich wutentbrannt das Konzert.
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#10 StaffelbergblickAnonym