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"Liebe ist alles und Liebe ist auch halal"

Bild: Anlaufstelle Islam & Diversity

Die Polizei des Landes Brandenburg unterstützt seit Januar offiziell die Akzeptanzkampagne "Liebe ist halal" der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee aus Berlin.

Das gemeinsame Ziel ist es, dass alle Menschen in Brandenburg sicher und angstfrei ihr Leben gestalten können – ohne ihre religiöse, sexuelle oder geschlechtliche Identität verstecken zu müssen. Das gilt insbesondere für die muslimische LGBTI-Community, die oft mit besonders schweren Anfeindungen zu kämpfen hat. Seit Mai 2021 wird mit der Kampagne in Berlin für mehr Akzeptanz gegenüber queeren Muslim*innen geworben (queer.de berichtete).

"Liebe ist alles und Liebe ist auch halal", erklärte Marco Klingberg, Ansprechpartner für LSBTI bei der Polizei des Landes Brandenburg, zur Kooperation. "Die Kampagne der Anlaufstelle Islam und Diversity setzt ein wichtiges Zeichen für einen offenen und respektvollen Umgang miteinander. Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt sind nicht akzeptabel. Jeder aus der muslimischen LSBTI-Community in Brandenburg kann sich vertrauensvoll an die Polizei des Landes Brandenburg wenden und findet auch Unterstützung."


Eines der insgesamt fünf Kampagnenmotive

Seit Beginn der Kampagne hat die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee weit über 100 Anzeigen wegen Vandalismus, Beleidigungen und Morddrohungen aufgegeben. "Neben zahlreichen positiven Rückmeldungen mussten wir leider erfahren, dass einige Radikale den Boden der freiheitlichen-demokratischen Grundordnung vollkommen verlassen und offen zum Mord aufrufen", sagte Moschee-Gründerin Seyran Ateş. "Wir tun niemandem weh, wenn wir sagen: Auch als Muslim*in darf ich homosexuell sein. Für einige andere Muslime ist das offenbar Anlass genug, diesen Menschen schlimmste Gewalt anzudrohen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Polizei klar und für alle sichtbar schützend vor die Menschen aus der muslimischen LSBTI-Community stellt."

Die fünf unterschiedlichen Motive der Kampagne können weiter auf der Website liebe-ist-halal.de angesehen werden. Dort befinden sich außerdem Fotos von Botschafter*innen, die mit eigenen Statements zu Wort kommen. Die Anlaufstelle Islam & Diversity setzt darüber hinaus auch in den sozialen Netzwerken weiter ein Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt. Die Angebote umfassen eine seelsorgerische Beratung, Workshops zu Fragen der Vereinbarkeit von Islam und Homosexualität, einen Schutzraum sowie verschiedene Plattformen des Austauschs. (cw/pm)



#1 Gone GörlAnonym
  • 30.01.2022, 12:02h
  • Auf der dazugehörigen Homepage bei den Unterstützerinnen niemand (!) aus der muslimischen (Mainstream)-Community dabei - traurig und bezeichnend!
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#2 LarsAnonym
  • 31.01.2022, 22:59h
  • So eine Anbiederung an religiösen Unfug finde ich nicht gut. Eine Welt in halal und haram aufzuteilen, trägt nicht zum Abbau von Hass und Ablehnung bei. Indem man sich der religiös verbrämten Sprache der Ablehnung bedient, macht man diese im Alltag - und damit die Einteilung in gut/böse - nur salonfähig. Und gerade das sollte vermieden werden. Eine total unreflektierte Kampagne.
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#3 HagarAnonym
  • 02.02.2022, 20:30h
  • Antwort auf #2 von Lars
  • Haram und Halal heißt ja nicht Gut und Böse, sondern Erlaubt und Verboten, im moralischen Sinne. Du hast sicher auch moralische Richtlinien in deinem Leben, Dinge, die Du als rechtens ansiehst und andere, die du niemals tun würdest, zumindest haben die meisten Menschen das, sonst würde das Zusammenleben gar nicht klappen . Übrigens gibt es bei uns insgesamt 5 moralische Kategorien: Verboten , Erlaubt, Verpönt/Unerwünscht, Erwünscht und Vorgeschrieben, und sämtliche menschlichen Handlungen können, je nach Situation, in eine von diesen Kategorien eingeordnet werden.
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