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Sexualität, lesbische Liebe und Abtreibung
Porträt aus der Ausstellung: Simone de Beauvoir an ihrem Schreibtisch in Paris, 1945 (Bild: akg-images / Denise Bellon)- 05. März 2022, kein Kommentar
Die Bundeskunsthalle in Bonn stellt den feministischen Klassiker "Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir aus dem Jahr 1949 in den Mittelpunkt einer neuen Ausstellung.
Der Band ist ein Plädoyer für Gleichberechtigung und Gegenentwurf zu dem damals vorherrschenden Frauen- und Mutterbild. Die Analyse tabuisierter Themen wie Sexualität, lesbische Liebe oder Abtreibung löste eine Welle der Kritik aus. Später wurde die Studie als Grundlage der Frauen- und Geschlechterforschung und als feministisches Standardwerk anerkannt. Das berühmteste Buch der französischen Intellektuellen de Beauvoir (1908-1986) wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt.
Die am 4. März eröffnete Ausstellung "Simone de Beauvoir und 'Das andere Geschlecht'" beschreibt die Entstehungsgeschichte des Werks im Paris der Nachkriegszeit. Präsentiert werden Briefe, Originaltöne, Filme, Interviews und Fotografien. Beleuchtet wird das Umfeld mit dem lebenslangen Gefährten, dem Philosophen Jean-Paul Sartre. Mit der Ausstellung setzt die Bundeskunsthalle eine Reihe fort über Frauen, die wichtige Akzente für die Emanzipation gesetzt haben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Oktober 2022 in der Bundeskunsthalle (Helmut-Kohl-Allee 4, 53113 Bonn) zu sehen. (cw/dpa)











