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"TSG abschaffen – Selbstbestimmung noch in diesem Jahr!"

Bild: Jeja Klein

Über 85.000 Unterschriften hat die erst 18-jährige Aktivistin für Trans-Rechte, Emma Kohler (Mitte) gesammelt und am Transgender Day of Visibility, dem 31. März, vor dem Bundestag an die Bundesregierung übergeben.

Kohlers Online-Petition fordert die Abschaffung des Transsexuellengesetzes und die Einführung eines Selbstbestimmungsgesetzes noch im Jahr 2022.

Stellvertretend für die Ampel-Koalition nahmen der Berichterstatter für das Selbstbestimmungsrecht im Innenausschuss, Hakan Demir, sowie Cansel Kiziltepe (beide SPD) die Unterschriften entgegen. Demir erneuerte dabei die Ankündigung aus Regierungskreisen, den gegenwärtig in der Ausarbeitung und Abstimmung beim Justiz- und Familienministerium befindlichen Entwurf eines solchen Gesetzes noch vor der Sommerpause vorzulegen.

Anlässlich des 2009 von der US-Aktivistin Rachel Crandall ausgerufenen Transgender Day of Visibility forderte auch die queere Parteigliederung der SPD die Schaffung einer Regelung, bei der "echte geschlechtliche Selbstbestimmung" im Vordergrund stehe – und zwar ebenfalls noch in diesem Jahr. Der Tag dient der Sichtbarkeit transgeschlechtlicher Menschen und dem Abbau von Diskriminierung. Die Ausstrahlung einer Folge der "Sendung mit der Maus" zum Thema dürfte dabei in diesem Jahr die meiste Aufmerksamkeit in Deutschland erhalten haben.

Bei der Kundgebung vor dem Bundestag sprachen Aktivist*innen wie Jenny Wilken von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität oder der grüne Bundestagsabgeordnete Sebastian Schäfer vor etwa 300 Menschen. Schäfer nahm dabei die Unterschriften stellvertretend für die Grünen als Teil der Regierung entgegen.

Kohler ist neben ihrer Rolle als Aktivistin für die Rechte transgeschlechtlicher Menschen auch FINTA*-Sprecherin der Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future. Nach Abschluss der Kundgebung tat sie ihre Freude über den Tag per Twitter kund: "Du weißt, dass du es richtig geschafft hast, wenn du von deinem Fahrer mit einem 3 Millionen Euro teuren Wagen abgeholt wirst", schrieb sie. Gemeint war eine Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe. (jk)

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#1 1HornAnonym
  • 01.04.2022, 14:52h
  • Na dann hoffe ich mal, dass es nach dieser Ankündigung wirklich klappt mit dem Selbstbestimmungsgesetz.

    PS. Ich (cis) war bei dieser Kundgebung dabei und fand vor allem den Redebeitrag einer nichtbinären Person namens Jo sehr beeindruckend. Direkt von einem selbst betroffenen Menschen zu hören, wie (unnötig) schwer trans und nb Menschen das Leben in Deutschland gemacht wird, ist nochmal was anderes als "nur" darüber zu lesen.
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#2 HannesJAnonym
  • 01.04.2022, 15:36h
  • Antwort auf #1 von 1Horn
  • Die Redebeiträge zu der Lage von trans Sexarbeiter*innen und von der Transfrau aus der Ukraine waren auch sehr beeindruckend.
    Da wurde es auf der Wiese auch gefühlt deutlich stiller.
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#3 1HornAnonym