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100 Prozent unkoscher? Jüdisch und queer

Bild: Benyamin Reich

Im Jüdischen Museum Wien ist seit Mittwoch die Ausstellung "Love me Kosher. Liebe und Sexualität im Judentum" zu sehen – thematisiert wird auch der Umgang mit Homosexualität.

Im Judentum nehmen Liebe und Sexualität anders als in anderen Religionen einen hohen Stellenwert ein. Sexualität wird als natürlicher Bestandteil des Lebens gesehen. Dass beide Partner dabei Glücksgefühle empfinden, gilt als Pflicht. Die jüdischen Schriften sehen in einem erfüllten Sexualleben eine Voraussetzung für eine glückliche Ehe.

Die Ausstellung befasst sich ausgehend vom paradiesischen Zustand nach der Erschaffung der Welt, über die Betrachtung von Liebe und Sexualität im Tanach, die Rolle der Schadchan (Heiratsvermittler) bis hin zu Soziologin und Sexualtherapeutin Ruth Westheimer mit den Diskussionen im modernen Judentum zu Partnerschaft und LGBTI-Themen. "Love Me Kosher" präsentiert mittels spannender Objekte aus den Sammlungen des Jüdischen Museums Wien und Leihgaben verschiedener nationaler und internationaler Institutionen Einblicke in eine sinnliche und beglückende Welt.

Grundsätzlich sind männliche homosexuelle Handlungen im Judentum verboten. In der Tora steht: "Du sollst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; ein Greuel ist das" (Wajjikra/Lev 18, 22). Weibliche Homosexualität wird weder in der Tora, noch in der rabbinischen Literatur erwähnt. Im Gegensatz zum orthodoxen Judentum sind konservative und liberale emeinden offener. So werden in der Wiener Gemeinde Or Chadasch auch Trauungen gleichgeschlechtlicher Partner gefeiert. Mit der Gründung des Kibbutz Klub im Jahr 2013 verbreitete sich auch in Wien ein weltoffeneres Lebensgefühl nach dem Vorbild Tel Avivs. Trotzdem sehen sich queere Mitglieder der orthodox geprägten Wiener Israelitischen Kultusgemeinde mit einer weitgehenden Ablehnung von Homosexualität konfrontiert.

"Love me Kosher. Liebe und Sexualität im Judentum" ist von 22. Juni bis 13. November 2022 im Jüdischen Museum Wien (Dorotheergasse 11) zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 29,90 € im Eigenverlag. (cw/pm)



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#1 LothiAnonym
  • 23.06.2022, 07:19h
  • Das Thema scheint hier null Interesse zu finden.
    Hat ja auch mit Prinz Charming sehr wenig gemein.Ironie.
    Meine Empfehlung zum Artikel der tolle Film: Du sollst nicht Lieben. Von Haim Tabakman.
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  • Anm. d. Red.: Die Anzahl der User-Kommentare lässt keinen Rückschluss auf die Aufrufe zu
#2 queergayProfil
  • 23.06.2022, 12:30hNürnberg
  • Zu dieser jüdisch-queeren Ausstellung gibt es auf der Internetseite des Jüdischen Museums Wien eine ganz tolle Playlist mit 36 Superhits.
    Habe mir jetzt endlich Spotify zum Anhören genehmigt. Musikausschnitte gibt es auch so zum Reinhören.
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