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Das Doppelleben des schwulen Schlagerstars

Bild: missingFILMs

In diesem Jahr wird die Regieikone Rosa von Praunheim 80 Jahre alt. Im Jahr seines Jubiläums erscheint auch sein neuster Film: "Rex Gildo – Der letzte Tanz". Wir haben die ersten Bilder!

Er sah blendend aus, konnte singen und tanzen, verkaufte 40 Millionen Schallplatten, wirkte in über 30 Filmen mit, und "Fiesta Mexicana" konnte jedes Kind mitsingen. Rex Gildo war ein deutscher Star. Doch dass er und sein Manager/Entdecker/Ziehvater Fred Miekley über Jahrzehnte ein Liebespaar waren, wussten nur engste Vertraute. Um Pressegerüchten über sein Schwulsein zuvorzukommen, heiratete Gildo sogar seine eigene Cousine. Nach Miekleys Tod bekam Gildos Karriere tiefe Risse, er wurde tablettensüchtig und hatte Alkoholprobleme. 1999 stürzte er aus dem Fenster seiner Münchner Wohnung, er wurde 63 Jahre alt .

Halb fiktional, halb dokumentarisch erzählt Rosa von Praunheim in seinem neuen Film Rex Gildos Leben als die tragische Geschichte eines Unterhaltungskünstler, der sich in der repressiven Öffentlichkeit der 1950er und 60er Jahre zu einem Doppelleben gezwungen glaubte und auch später nie den Ausbruch aus seinem Versteck wagte. In den Spielszenen brillieren Newcomer Kilian Berger als junger Rex Gildo, Kai Schumann in der Rolle als älterer Rex und Ben Becker als Fred Miekley. In den dokumentarischen Szenen erzählen u.a. Schlagerstar Gitte Hænning oder Cindy Berger von ihrer Zeit mit Rex.

"Rex Gildo – Der letzte Tanz" feiert Weltpremiere am 30. Juni 2022 auf dem Filmfest München. Am 29. September 2022 wird der Film bundesweit im Verleih von missingFILMs in den Kinos starten. (cw/pm)

Galerie:
Rex Gildo - Der letzte Tanz (5 Bilder)


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#1 queergayProfil
  • 23.06.2022, 12:42hNürnberg
  • Über Rex Gildo hat Praunheim nun diesen Film gemacht. Aus der Schlagerszene der 1950-1960er Jahre gibt es noch einen weiblichen Schlagerstar, der mal meinte, Praunheim könnte auch einen Doku-Film über ihn/sie machen: Conny Froboess. Jedenfalls würde sie sich darüber freuen. Sie feierte damals auch große Erfolge in Kinofilmen mit Peter Kraus und Peter Weck.
    Ob das Praunheim schon mal überlegt hat?
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#2 Alexander_FAnonym
#3 MarkusGKAnonym
  • 23.06.2022, 14:42h
  • Mein erster Freund war in den 70er Jahren mit Rex zusammen. Schade, dass die Umstände so schwierig waren.
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#4 StaffelbergblickAnonym
  • 23.06.2022, 21:27h
  • Praunheim wäre eigentlich auch prädestiniert einen Film zu drehen über Barry Graves. Graves war einer der wichtigsten Moderatoren im damaligen RIAS, schwul, Mitbegründer des Rocklexikons, lebte abwechselnd in NYC und Berlin. Samstagnacht im Metropol "linker Lautsprecher vorn" anzutreffen. Im "Anderen Ufer" nächtens am Tresen Kaffee trinkend und Kuchen futternd anzutreffen. Seine Moderationen sehr prägnant, schlagfertig und teilweise herausfordernd. Schrieb im Spiegel, Tagesspiegel und im Berliner "TIP" zu Musikkultur. Zeitweise Programmdirektor bei einem privaten Sender. Hervorragende Features über Beatles, Presley. Und am Ende seines Lebens Moderator bei Radio Fritz.
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#5 Dont_talk_aboutProfil
  • 24.06.2022, 19:50hFrankfurt
  • Antwort auf #3 von MarkusGK
  • Wäre es heute wirklich einfacher? Die Art der Beziehung mit dem Manager ginge tendenziell, wenn auch nicht im konkreten Fall (!!!), in die Richtung metoo: großer Altersunterschied gepaart mit einem Machtgefälle. Mal drüber nachdenken, wieso sich Spacey nicht geoutet hat: um von den früheren liberaleren Zeiten zu profitieren. Jenseits der neuen schwulen Bürgerlichkeit war mehr toleriert als heute.
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