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Premiere in Bayern: Landtag hisst Regenbogen­flagge

Setzten sich durch (v.l.n.r.): Doris Rauscher (SPD), Sebastian Körber (FDP), Florian Siekmann (Grüne)

Anlässlich des Christopher Street Days in München weht erstmals vor dem Maximilianeum die Regenbogenfahne – Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) sprach von einem "sichtbaren Zeichen für die Vielfalt in Bayern".

"Respekt & Toleranz sind nicht nur Werte, die uns die bayerische Verfassung mitgibt", erklärte Aigner am Samstagmorgen auf Twitter. Der Leitsatz "Leben und leben lassen" gelte "seit langem als bayerisches Lebensmotto", so die CSU-Politikerin.

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Die Fahnenhissung geht auf eine gemeinsame Initiative der demokratischen Oppositionsfraktionen Grüne, SPD und FDP zurück. "Ich bin froh, dass die Landtagspräsidentin unserer Bitte nachgekommen ist, ein sichtbares Zeichen für Toleranz und für die Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen zu setzen", erklärte der FDP-Abgeordnete Sebastian Körber.

"Die Regenbogenflagge steht als Zeichen gegen Diskriminierung und für Akzeptanz von queeren Menschen", sagte seine SPD-Kollegin Doris Rauscher. "Hass, Hetze und Gewalt gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten haben bei uns keinen Platz", ergänzte der Grünen-Parlamentarier Florian Siekmann. "Die Volksvertretung steht hinter den Menschen in Bayern in all ihrer Vielfalt."

Mit einer bunten Fahne sei es jedoch nicht getan, mahnten die queerpolitischen Sprecher*innen der demokratischen Opposition. Von der Landesregierung aus CSU und Freien Wählern forderten Körber, Rauscher und Siekmann u.a. einen Aktionsplan für Vielfalt und Akzeptanz, mehr queere Sichtbarkeit im Rundfunk- und Medienrat sowie ein Diskriminierungsverbot in der Landesverfassung. (cw)


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#1 jedeflaggezähltAnonym
  • 16.07.2022, 14:38h
  • Für jemanden, der noch die Zeiten kennt zu denen nicht mal jedes schwule Lokale die Fahne gezeigt hat bzw diese auf Druck entfernt hat, ist bei allem Gewöhnungseffekt (zumindest in Deutschland) heutzutage jede Fahne erstmal auch eine Freude.
    Wir stellen uns nur kurz Söders Idol FJS vor, auf welche Weise er sich daran ergötzen würde...

    Vor Wochen war ich seit vielen Jahren mal wieder wegen einer Erledigung für meine Mutter in dem kleinen Innenstädtchen meiner Heimat. Da hingen doch tatsächlich gleich zwei (!) Regenbogenfahnen vor dem Polizeipräsidium. Keine andere Fahne war gehisst. Hätte nicht gedacht, dass mich das so berührt.
    Noch in den frühen 90ern undenkbar und der Besuch einschlägiger Lokale Grund genug für Befragung und entsprechender Kommentare seitens der Polizei.

    Jede Flagge zählt!
    Auch und insbesondere in diesen Zeiten.
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#2 andreAnonym
  • 16.07.2022, 22:16h
  • Nicht nur dort. Auch vor Söders Arbeitsplatz, der Staatskanzlei ist die Flagge gehisst wie man Söders Twitter-Account entnehmen kann incl. Foto.
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#3 ShadowdancerAnonym
  • 17.07.2022, 03:01h
  • ... bei Ilse Aigner und Karl Freller ... ist das queerpolitische Engagement echt.

    Es rührt sicher auch daher, dass sie sich mit den Nazi-Verbrechen unter u.a. dem Symbol des rosa Winkels auseinandergesetzt haben.

    Es ist gut, dass auch Leute aus der CSU beginnen hinzuschauen und sich entscheiden, in wessen Tradition sie stehen wollen.

    Gerade in Zeiten, in der auch anti-queere Ideologie zunimmt und selbst innerhalb der Community Menschen sich menschenfeindlich (vgl. LGB Alliance) positionieren.
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