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Bundestag hat erstmals Regenbogenflagge gehisst
Bild: DBT / photothek / Leon Kügeler- 23. Juli 2022,
Seit Samstagmorgen weht erstmals eine Regenbogenfahne auf dem Südwestturm des Berliner Reichstagsgebäudes – dem Sitz des deutschen Parlaments.
Zwei weitere wurden vor dem Ost- und dem Westportal des Gebäudes aufgezogen. Anlass ist die ab Mittag in Berlin geplante große Demonstration anlässlich des Christopher Street Day (CSD), zu der die Veranstalter*innen Hunderttausende Teilnehmer*innen erwarten (queer.de berichtete).
"Die Regenbogenflagge auf unserem Parlament – das bedeutet mir viel!", sagt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) anlässlich der historischen Beflaggung in ihrem Video-Grußwort. Gleiches gelte für den CSD, dem sie sich "eng verbunden" fühlt. Seit Jahren nehme sie schon an der Parade in ihrer Heimatstadt Duisburg teil, so die Parlamentspräsidentin.
/ hib_NachrichtenEs wird bunt vor dem #Reichstagsgebäude
Heute im Bundestag (@hib_Nachrichten) July 23, 2022
Um 6.30 Uhr war es so weit: Im strömenden Regen wurden zum #CSDBerlin2022 erstmals drei #Regenbogenflagge|n gehisst. An welchen Tagen sie wehen werden, erzählt #Bundestag|spräsidentin @baerbelbas (SPD) im Videohttps://t.co/N2jrGwloQv pic.twitter.com/GggxB4AYB6
Erst im April hatte das Innenministerium offiziell die Genehmigung erteilt, dass die Regenbogenflagge zu bestimmten Anlässen vor oder auf Dienstgebäuden des Bundes gehisst werden darf (queer.de berichtete). Zuvor hatte das Bundesinnenministerium, das bis zur Vereidigung der Ampelregierung 17 Jahre lang unionsgeführt war, das Zeigen von Regenbogenfahnen stets verboten. Teilweise ignorierten SPD-geführte Bundesministerien offen die Verbote, besonders vor Wahlen (queer.de berichtete).
Bereits in den letzten Wochen hatte mehrere Bundesministerien von der neuen Freiheit Gebrauch gemacht. Eine Regenbogenfahne wurden etwa unter Beisein von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erstmals im Bendlerblock gehisst (queer.de berichtete). Zum CSD in Berlin sollen zudem auch Regenbogenfahne vor dem Kanzleramt und dem Bundesrat wehen. (cw/dpa).
















