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Princess Hanna nackt im "Playboy"

Bild: Sacha Höchstetter / Playboy

Die aktuelle "Princess Charming" Hanna Sökeland ziert das Cover der September-Ausgabe von "Playboy" – als erste offen lesbische Frau in 50 Jahren Blattgeschichte.

Im Innenteil der neuen Hefts, das ab Donnerstag am Kiosk erhältlich, gibt es eine Fotostrecke mit Nacktaufnahmen der 28-Jährigen. Auf dem Titel heißt es dazu: "In der lesbischen Datingshow 'Princess Charming' sucht Hanna Sökeland die eine große Liebe – mit diesen Bildern verführt sie uns alle."

Mit dem Nackt-Shooting wolle sie ein "Zeichen für Gleichberechtigung und mehr Diversität setzen", erklärte Sökeland gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Zudem habe ich den 'Playboy' immer als sehr ästhetisch empfunden und ich wollte meine feminine Seite noch besser kennenlernen."

Sie verstehe sich auch nicht als das klassische Covergirl, ergänzte sie in einem Video auf der Homepage des Männermagazins. "Es ist mal eine andere Seite, eine andere Richtung, die gezeigt wird. Und ich denke, das ist einfach auch ganz gut für die queere Community, dass der 'Playboy' auch divers sein kann."

In der September-Ausgabe thematisiert Princess Hanna auch homofeindliche Erfahrungen. "In meinem Leben bin ich oft in die Situation gekommen, dass meine Beziehung nicht akzeptiert und ernst genommen wurde", veröffentlichte der "Playboy" einen Auszug aus dem Titel-Interview. "Wenn ich mit meiner Freundin zum Beispiel in einem Club feiern war und wir uns geküsst haben, kamen Sprüche von Männern wie: Kann ich mitmachen? Das würden sie niemals bei einer Frau machen, wenn der Freund danebensteht."

Auf RTL+, dem Streamingportal von RTL, wurde am Dienstag das Finale der zweiten Staffel von "Princess Charming" veröffentlicht, bei dem sich Hanna Sökeland für eine der ursprünglich 19 Kandidatinnen entschieden hat (queer.de berichtete).

Der "Playboy" wurde 1953 von Hugh Hefner (1926-2017) in den USA gegründet, die erste deutsche Ausgabe erschien 1972. Zum 50. Jubiläum erschien das August-Heft mit 50 verschiedenen Titelseiten, darunter auch queere Motive, die bei CSU-Politikern Empörung auslösten (queer.de berichtete). Dschungelstar Giuliana Farfalla schaffte es 2018 als erste trans Frau auf die Titelseite (queer.de berichtete). (cw)


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#1 FachfremdAnonym
  • 10.08.2022, 15:57h
  • Ich kenne mich nicht so aus, aber kann mir jemand erklären, was an Pose, Gesichtsausdruck, nassem Hemdchen und Poolsituation eine "andere Seite, eine andere Richtung" sein soll? Auf mich wirkt das alles im Gegenteil extrem unoriginell und erwartbar.
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#2 MiriAnonym
  • 10.08.2022, 19:13h
  • Im Grunde beweist das wieder nur, dass es vollkommen egal ist, wen und wie eine Frau begehrt oder liebt - zum Begeifern kann sie Cisheterotypen dann noch immer dienen. Ich weiß nicht, was daran zu feiern wäre. Zumal daran, dass Hetenmänner "Lesben" (echte oder vermeintliche) angeifern, nun gar nichts neu ist.
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