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Oliver Pocher mit Regenbogenbinde in Katar
- 06. September 2022,
In seinem neuen Lied "Hurra, hurra, wir fahren nach Katar" kritisiert Oliver Pocher die WM-Vergabe an das queerfeindliche Emirat – jetzt zeigt er auch vor Ort Flagge.
Der 44-Jährige ist nach eigenen Angaben nach Doha gereist, um das offizielle Musikvideo zu seiner Anti-Hymne zu drehen. Seinen Aufenthalt im Wüstenstaat dokumentiert Pocher mit zahlreichen Instagram-Storys. Dabei ist er mehrfach mit einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben zu sehen. "Mal sehen, wie lange das gut geht", scherzt er über sein Zeichen der Solidarität mit der LGBTI-Community.
Erst vor wenigen Wochen hatte ein hochrangiger katarischer Sicherheitsverantwortlicher damit gedroht, Regenbogenfahnen in den WM-Stadien zu beschlagnahmen (queer.de berichtete). Falls ein Fan "die Regenbogenfahne zeigt, und ich sie ihm wegnehme, geschieht dies nicht, weil ich sie wirklich nehmen will, um ihn zu beleidigen, sondern um ihn zu schützen", sagte Generalmajor Abdulasis Abdullah Al Ansari. "Weil wenn nicht ich es bin, könnte ihn jemand attackieren. Ich kann nicht für das Verhalten aller Menschen garantieren. Und ich werde ihm sagen: 'Bitte, es gibt keinen Grund, die Fahne hier zu zeigen'."
Auf Homosexualität steht in Katar eine bis zu siebenjährige Gefängnisstrafe. Nach islamischem Recht ist sogar die Verhängung der Todesstrafe möglich. Die WM findet vom 21. November bis 18. Dezember statt. (cw)
















