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Regenbogenmarsch zieht nach tödlichen Schüssen durch Oslo

Bild: IMAGO / NTB
  • 11. September 2022, noch kein Kommentar

Zweieinhalb Monate nach Schüssen mit zwei Toten nahe einer queeren Bar sind am Samstag Zehntausende Menschen bei einem Regenbogenmarsch durch Oslo gezogen – darunter Premierminister Jonas Gahr Støre.

Ursprünglich hatte am 25. Juni eine große Pride-Parade in der norwegischen Hauptstadt stattfinden sollen, doch am Vorabend hatte ein Angreifer plötzlich um sich geschossen (queer.de berichtete). Der Marsch am Samstag sollte der Nachrichtenagentur NTB zufolge kein Ersatz für die abgesagte Parade sein, sondern ein bunter Zug im Zeichen der Liebe. Er führte auch am damaligen Tatort vorbei. Wie der norwegische Rundfunk berichtete, sprachen die Veranstalter*innen von schätzungsweise 60.000 Teilnehmern*innen.

In der Menge dabei waren neben dem Regierungschef, der eine Regenbogenfahne hielt, auch mehrere seiner Kabinettsmitglieder und weitere Politiker*innen. "Wir holen uns die Straße zurück", sagte Støre zur NTB. Es werde nicht die Parade sein, die im Juni geplant war, aber eine wichtige Veranstaltung, um wichtige Werte zum Ausdruck zu bringen.

In der Nacht zum 25. Juni hatte der Angreifer in der Nähe einer beliebten queeren Bar Schüsse abgefeuert. Zwei Menschen starben dabei, 21 weitere wurden verletzt. Die Attacke wurde vom norwegischen Geheimdienst als islamistischer Terroranschlag eingestuft. Ein Norweger mit iranischen Wurzeln wurde wenige Minuten nach den ersten Schüssen festgenommen. Er befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage. Ein gezielt homofeindliches Motiv der Tat wird nicht ausgeschlossen. (cw/dpa)


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