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Geschlecht als Ware
- 03. Oktober 2022,
Selbstporträt in Uniform, 1997 (Bild: Courtesy of Pippa Garner)Unter dem Titel "Act Like You Know Me" präsentiert der Kunstverein München die erste umfassende Einzelausstellung der US-amerikanischen trans Künstlerin Pippa Garner in Europa.
Die 1942 in Evanston, einem Vorort von Chicago, geborene Künstlerin und Autorin wehrt sich gegen Systeme des Konsums, des Marketings und der Verschwendung, und hat in ihrer fünf Jahrzehnte langen Karriere ein dichtes Werk geschaffen, das Zeichnung, Performance, Skulptur, Video und Installation umfasst. Ihre kompromisslose Herangehensweise an das Leben und die künstlerische Praxis hat es ihr ermöglicht, mit den Bereichen Illustration, Editorial, Fernsehen und Kunst zu interagieren, ohne sich ihnen je ganz zu verschreiben.

Garners Werk "Kar-Mann (Half Human Half Car)" persifliert den amerikanischen Autokonsum (Bild: Courtesy of Pippa Garner)
Nachdem sie in Vietnam als Combat Artist eingesetzt wurde, begann Garner ihre Praxis in den 1960er Jahren, als sie am ArtCenter in Kalifornien als Mitglied der hoch angesehenen Fakultät für Transportation Design studierte und plante, Automobildesignerin zu werden. Zu Garners Umfeld gehörten in den 1970er und 1980er Jahren u.a. die amerikanischen Künstler der Westküste Ed Ruscha, Chris Burden sowie das radikale Kunst- und Designkollektiv Ant Farm.
Für den Kunstverein München ist Garners 1984 begonnene Transition die "konsequente Weiterführung ihrer Praxis, Materialien der Massenproduktion zu verändern". Fiona Duncan, Co-Kuratorin der Ausstellung, erklärte dazu: "In Pippa Garners Arbeit geht es um einen offenen Geschlechterbegriff und Geschlecht als Ware; man kann den Körper nach Belieben modifizieren, innen und außen, solange man es sich leisten kann."
Die Ausstellung "Pippa Garner – Act Like You Know Me" ist noch bis zum 13.November 2022 im Kunstverein München zu sehen. (cw)










