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Opferbeauftragte erinnern an homofeindliche Terrorattacke

  • 05. Oktober 2022, kein Kommentar

Die Opferbeauftragten von Bundesregierung sowie Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag an die Messerattacke auf zwei schwule Touristen vor zwei Jahren in Dresden erinnert und sie als "brutale und sinnlose Tat" verurteilt.

Das islamistische Attentat am Einheitswochenende 2020 habe "unermessliches Leid verursacht", sagte der Beauftragte der Bundesregierung, Pascal Kober, laut Mitteilung vom Montag. Jahrestage solcher Ereignisse seien für Betroffenen oft besonders schmerzhaft. Auch deshalb sei das Gedenken wichtig. Menschen, die "stellvertretend für unsere offene, vielfältige und freie Gesellschaft getroffen wurden", seien nicht allein.

Neben Prävention, Deradialisierung und einer effektiven Gefahrenabwehr sowie der Bekämpfung von Extremismus und terroristischer Gewalt "rücken wir die Situation der Opfer und Betroffenen in den Fokus", ergänzte seine sächsische Kollegin Iris Kloppich. "Uns ist es wichtig, ihre Interessen entschieden zu vertreten." Es gehe auch darum zu zeigen, "dass die Tat nicht vergessen ist und wird", sagte Elisabeth Auchter-Mainz, Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ein junger Syrer hatte am 4. Oktober 2020 zwei Touristen aus Köln aus homofeindlichen Motiven in der Dresdner Altstadt von hinten niedergestochen. Ein 55-Jähriger starb, sein Lebenspartner überlebte nur knapp (queer.de berichtete). Die Behörden verschwiegen damals wochenlang, dass sich der Täter seine Opfer wegen ihrer Homosexualität ausgesucht hatte – ein Oberstaatsanwalt weigerte sich sogar offen, das Thema Homosexualität auch nur anzusprechen (queer.de berichtete).

Der Täter, der als islamistischer Gefährder galt, wurde rund zwei Wochen nach der Tat festgenommen. Im Mai 2021 wurde der 21-Jährige wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt (queer.de berichtete). (cw/dpa)


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