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100 Halbaktporträts zeigen Berliner*innen verletzlich und stark
- 10. Oktober 2022, kein Kommentar
Bild: Veronique CharlotteNach gefeierten Fotoausstellungen in London und Mailand bringt die*der italienische Künstler*in Veronique Charlotte das "Gender Project" nach Berlin.
Dafür hat Veronique 100 Berliner*innen vor die Kamera geholt, um deren Einzigartigkeit festzuhalten. Die Porträts werden vom 28. bis 30. Oktober 2022 im Rahmen einer Ausstellung mit Liveprogramm (u.a. Talks, Drag-Performances, DJ-Sets) in der Alten Münze in Berlin-Mitte gezeigt.
Das "Gender Project" soll die Schönheit der Unterschiede, die jede*n einzigartig machen, darlegen. "Die Porträts zelebrieren die multikulturelle und vielfältige Gemeinschaft, die heute existiert", sagt Veronique Charlotte. "Ich versuche, vorurteilsfrei zuzuhören, ohne gesellschaftliche Etiketten im Kopf, um das Wesen der Menschen in den jeweiligen Städten zu erfassen. So beschreibe ich Orte nicht durch ihre geografische Lage oder Grenzen, sondern durch die Geschichten der Menschen."
In einem von Veronique Charlotte kreierten Safe Space entstanden in einstündigen Sessions Halbaktaufnahmen, die die Verletzlichkeit und Stärke der Protagonist*innen ausdrücken. Nach jedem Shooting folgte ein intimes Gespräch, in dem sich die Fotografierten und die*der Künstler*in weiter offenbarten. Die emotionalen Einblicke in die Leben und Geschichten hinter den Porträts sind neben weiteren akustischen Installationen Teil der multimedialen Ausstellung.
Zum "Gender Project" gehört neben Reflexionen zum Thema "Gender" auch die Aufgabe der Kunst, zwischenmenschliche Beziehungen in verschiedenen kulturellen Kontexten zu erleichtern sowie als therapeutisches Mittel zu fungieren. Denn die Fotografie entfaltet sowohl in der fotografierten als auch in der fotografierenden Person eine kathartische Wirkung.
Die Fotos für das "Gender Project" in Berlin entstanden im Sommer 2021. Berlin ist die mittlerweile dritte Station des Fotoprojekts. Veronique Charlotte wird mit ihrer Kamera weitere sieben Städte weltweit bereisen, um am Ende in 10 ausgewählten Städten jeweils 100 Fotos zu machen und damit insgesamt 1.000 Geschichten zu erzählen.
Im Rahmen der Ausstellung bekommen in jeder Stadt sogenannte "Fresh Blood Artists" – Künstler*innen, die vor dem Durchbruch stehen – die Chance, ihre Kunst zu präsentieren. In Berlin gehören dazu Visual Artist Nicolette Bénard, Videokünstler Joss Jaycoff und Performance-Künstlerin Chloé Dall'Olio vom Queer Art Collective "The Plastic Family". (cw/pm)
Links zum Thema:
» Homepage zum "Gender Project"
» Das "Gender Project" auf Instagram











