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"Glitzer statt Glatzen": Keine Chance für rechte Hetze

Bild: Schwulenberatung
  • 30. Oktober 2022, kein Kommentar

Nicht einmal 50 Menschen folgten am Samstag dem Protest der AfD-Jugend gegen die geplante queere Kita in Berlin – die Gegendemo war rund achtmal so groß.

Hinter einem Transparent mit dem verhetzenden Titel "Pädo-Kita verhindern" versammelten sich u.a. die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch und die Berliner AfD-Vorsitzende Kristin Brinker. Die Kundgebung der Rechtsextremen fand direkt an der Baustelle für den neuen "Lebensort Vielfalt" statt, den die Berliner Schwulenberatung am Südkreuz errichtet. In dem Mehrgenerationenhaus für queere Menschen soll es neben Wohnungen und Gemeinschaftsräumen auch zwei Kindertagesstätten geben. Die Eröffnung ist im Frühjahr 2023 geplant (queer.de berichtete).

/ PaulMillerson
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Mit rund 400 Personen deutlich größer und bunter war der Gegenprotest, zu dem u.a. der LSVD, die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der LesbenRing, das Jugendnetzwerk Lambda und die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität aufgerufen hatte (queer.de berichtete). Auf Transparenten hieß es u.a. "Glitzer statt Glatzen" oder "Lieber Vielfalt statt Einfalt". Zu den Teilnehmer*innen gehörten Politiker*innen aller demokratischen Parteien, darunter der Fraktionschef der Linken im Abgeordnetenhaus Carsten Schatz und der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck.

Twitter / dominikmai
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Polizist*innen mit Hunden trennten die beiden Kundgebungen. Nach Angaben eines Polizeisprechers seien zum Ende etwa 30 Gegendemonstrant*innen auf die Rechten zugestürmt. "Die Kollegen gingen aber rechtzeitig dazwischen und konnten Schlimmeres verhindern", wird er von der "Berliner Zeitung" zitiert. Am Sachsendamm sollen zu einem späteren Zeitpunkt mehrere AfD-Sympathisant*innen mit Wasserbomben beworfen worden seien. "Es wurde aber niemand getroffen", so der Polizeisprecher. (cw)


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