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Kiel steht zusammen gegen queerfeindliche Gewalt
Bild: Anna Langsch- 08. November 2022,
Nach der queerfeindlichen Attacke in der Nacht zu Samstag in Kiel versammelten sich am Montagabend rund 800 Menschen am Tatort – viele lackierten sich aus Solidarität die Fingernägel bunt.
Aufgerufen zur Kundgebung hatte die Bewegung Fridays for Future, die mit viel weniger Zulauf gerechnet hatte. Angemeldet waren nur zwischen 50 und 100 Personen. Die Teilnehmer*innen der Mahnwache trugen Schilder mit Aufschriften wie "Homophobie tötet", "Kiel bleibt bunt" oder "We're here. We're queer. We won't disappear". Die Polizei Schleswig-Holstein zeigte mit einem Regenbogen-Streifenwagen Flagge. Für die vier bei der Tat verletzten jungen Männer wurde eine Schweigeminute abgehalten.
/ Robin62951528Nach dem schrecklichen Vorfall am letzten Wochenende wurde heute eine Mahnwache gehalten. #queer #queerfeindlichlkeit #kiel #homophobie #mahnwache #queerlife #violenceagainstqueers pic.twitter.com/PK0PQmPaSu
Robin (@Robin62951528) November 7, 2022
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Die noch immer unbekannten Täter hatten am frühen Samstagmorgen gegen 1.30 Uhr vor dem Lokal "Mum & Dad" einen Gast mit bunten Fingernägeln homofeindlich beschimpft und bedroht. Als weitere Gäste dem Bedrängten zur Hilfe eilten, setzte mindestens einer der Angreifer ein Messer als Waffe ein. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat am Montag für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 2.000 Euro ausgelobt (queer.de berichtete).
Twitter / lgbeutinSolidarität mit Opfern queerfeindlicher Gewalt Mahnwache, 19 Uhr, #Kiel Hopfenstraße/Ziegelteich (ggüber M&D) auf Initiative von @fff_kiel. Wunsch von Betroffenen: mit lackierten Fingernägeln zu kommen (bes. männlich gelesene Personen) #SoliNägel #TransRightsAreHumanRights pic.twitter.com/QMhcXKDiZ0
Lorenz Gösta Beutin ! (@lgbeutin) November 7, 2022
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"Ich habe nicht damit gerechnet, dass in so kurzer Zeit so viele Menschen – ob sie queer sind oder nicht – sich hier versammeln und ein klares Zeichen setzen, dass jegliche Form von Gewalt hier keinen Platz hat. Insbesondere, wenn sie aufgrund von menschenverachtenden Haltungen und Gesinnungen geschehen", erklärte die Landtagsabgeordnete Anna Langsch (Grüne) bei der Mahnwache. Madita Dreher vom Haki-Zentrum in Kiel sprach vom "Zwiespalt zwischen ,Muss ich mich jetzt mehr verstecken?' und ,Wie kann ich handlungsfähig bleiben?' bis hin zu: ,Jetzt erst recht!'". Ihre Kollegin Andrea Dallek gab zu bedenken, dass die Gewalt jeden treffen könne. Lackierte Nägel oder Make-up bei Männern seien heutzutage weit verbreitet. (cw)












outinluebeck.de/2022/11/07/wegen-lackierter-fingernaegel-mae
nner-in-kiel-mit-messern-attackiert/