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Der "Pope of Trash" zeigt seine Sammlung
- 12. November 2022, kein Kommentar
"John", 2013 @ Catherine Opie / Regen Projects, Los Angeles / LehmannDas Baltimore Museum of Art (BMA) präsentiert ab dem 20. November 2022 rund 90 Kunstwerke aus der persönlichen Sammlung des schwulen Filmregisseurs John Waters.
Waters wurde 1946 selbst in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geboren und verstand es während seiner Laufbahn, mit Filmen wie "Pink Flamingos" (1972) immer wieder zu polarisieren, was ihm auch den Spitznamen "Pope of Trash" einbrachte. Er erreichte aber auch ein breiteres Publikum, beispielsweise mit "Hairspray" (1988), das als Grundlage für das gleichnamige Broadway-Musical diente, welches 2003 mit einem Tony-Award ausgezeichnet wurde. Auch brachte der Filmemacher mit der Dragqueen Divine eine queere Ikone auf die Kinoleinwand.
Alle Werke der Ausstellung mit dem Titel "Coming Attractions: The John Waters Collection" stammen aus den insgesamt 372 Objekten von 125 Künstler*innen, die Waters dem Museum nach seinem Ableben hinterlassen will, wie er im Herbst 2020 ankündigte. Jetzt wird zum ersten Mal ein Teil der gesammelten Werke für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bis zum 16. April 2023 können Besucher*innen so einen Einblick in den Kunstgeschmack des außergewöhnlichen Filmemachers gewinnen.

"Destruction no. 8", 2016 © Tadashi Kawamata
Die Ausstellung umfasst Gemälde, Drucke, Skulpturen sowie Fotografien, unter anderem von Diane Arbus, Nan Goldin, Mike Kelley, Richard Prince, Cindy Sherman, Cy Twombly, Andy Warhol und Christopher Wool. Die Objekte werden von Catherine Opie und Jack Pierson kuratiert, die beide schon viele Jahre mit Waters befreundet und ebenfalls in seiner Sammlung vertreten sind. Die ausgewählten Werke geben einen tiefen Einblick in die Sammlervision von John Waters, der sich vor allem für wagemutige Persönlichkeiten mit starken Überzeugungen, Witz und Humor interessiert.
Das Baltimore Museum of Art wurde 1914 gegründet und beherbergt heute eine international renommierte Kollektion von moderner und zeitgenössischer Kunst des 19. Jahrhunderts. Die Sammlung umfasst rund 95.000 Objekte. Der Eintritt in das Museum ist kostenfrei. Nähere Details zur Ausstellung und dem BMA stehen unter artbma.org bereit. (cw/pm)
















