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Kampagnenstart "Leben mit HIV. Anders als du denkst?"

  • 21. November 2022, kein Kommentar

Zum Welt-Aids-Tag haben BZgA, DAH und DAS eine Gemeinschaftskampagne gegen Vorurteile und Ablehnung von Menschen mit HIV gelauncht – mit dabei sind der schwule Student Oliver und die trans Aktivistin Anika.

"Diskriminierung? Lass ich mir nicht auftischen!" – "Schuldgefühle? Da spiel ich nicht mit!" – "Berührungsängste? Da fass ich niemandem mit Samthandschuhen an!" – Mit klaren Worten HIV-positiver Menschen startete Ende letzter Woche die gemeinsame Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Aidshilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Sie soll dazu anregen, sich Vorurteile über das Leben mit HIV bewusst zu machen und zu korrigieren.

Die HIV-positiven Gesichter der Kampagne "Leben mit HIV. Anders als du denkst?" treten Zumutungen in aller Deutlichkeit entgegen: Anika berichtet, wie in einer Reha-Einrichtung ein Schild auf ihrem Platz Personal und andere Gäste warnte: "HIV!" Julia ließ sich aus ihrem familiären Umfeld zunächst Schuldgefühle einreden und wurde von Kindern ferngehalten – bis sie sich befreite. Lillian musste andere Eltern in der Kita aufklären, dass von ihrer Tochter keine Gefahr ausgeht. Sabine muss im Gesundheitswesen seit 35 Jahren erklären, dass sie keine Sonderbehandlung braucht und findet: "Es reicht!" Und Psychologie-Student Olli, der auf Anraten anderer seine HIV-Infektion zunächst für sich behielt, geht mit dieser Kampagne einen großen Schritt. Er sagt der ganzen Welt: "Ich bin positiv."

HIV ist heute gut behandelbar, wenn auch noch nicht heilbar. Hoch effektive Medikamente verhindern die Vermehrung des Virus im Körper. HIV-positive Menschen bleiben bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung gesund und erkranken nicht mehr an Aids. HIV ist unter Therapie auch nicht mehr übertragbar.

"Mit der gemeinsamen Kampagne zum Welt-Aids-Tag treten wir Diskriminierung und Stigmatisierung entgegen. HIV-positive Menschen leiden häufig unter Vorurteilen, veralteten Vorstellungen und Unwissenheit", erklärte Prof. Dr. Martin Dietrich, kommissarischer Direktor der BZgA. "Wir alle sind herausgefordert, das zu verändern. Soziale Benachteiligung erschwert es unnötig, das Leben mit HIV zu führen, das der medizinische Fortschritt heutzutage ermöglicht."

Björn Beck vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe ergänzte: "Dass es immer noch so viel Diskriminierung gibt, ist nicht hinnehmbar und niemand muss sich das gefallen lassen. HIV-positive Menschen ergreifen hier selbst das Wort und erteilen jeder Form von Benachteiligung eine klare Absage. Sie geben damit einen Einblick in ihren Alltag mit HIV und machen selbstbewusst deutlich, dass sie behandelt werden wollen wie alle anderen."

Die Geschichten der Protagonist*innen werden in verschiedenen Formaten und Kanälen erzählt und sind ein wichtiger Teil der Aktivitäten zum Welt-Aids-Tag in Deutschland. Mehr über Oliver, Anika und Co. lässt sich auf der Homepage welt-aids-tag.de erfahren. (cw/pm)

Wöchentliche Umfrage

» Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Welche Bedeutung hat der Tag für dich?
    Ergebnis der Umfrage vom 28.11.2022 bis 05.12.2022

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