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Queere Kunst in Augmented Reality
- 29. November 2022, kein Kommentar

Die Art Fair Miami präsentiert während der Art Basel Miami Beach erstmals ein Resin-Kunstwerk mit Titel "Gender Diversity", das in Co-Creation zweier Künstlerinnen um digitale Elemente in erweiterter Realität angereichert wurde.
Stefanie Etter, Resin-Pionierin aus Süddeutschland, schuf das Diptychon in diesem Jahr mit einem Material-Mix u.a. aus Harz, Kohle und Spray, bearbeitet mit Spachtel und einer speziellen Fließtechnik: Zu sehen sind zwei zwillingsähnlich gespiegelte Figuren, umgeben von mehrschichtigen, gestisch starken Hintergründen mit eingearbeiteten Schriftzügen. Sarah Montani, Digitalpionierin aus der Schweiz, verleiht dem Doppelbild mit Augmented Reality eine weitere Dimension in neuer Sehweise: Sie versetzt es zusätzlich in den virtuellen Raum und erweitert daher nicht nur die Realität, sondern auch den Sinn.
"Gender Diversity" thematisiert Fragen zum heutigen urbanen Leben mit seinen Herausforderungen und Definitionen des Miteinanders der Geschlechtervielfalt. Zwei Figuren, oder eine, gedoppelt, gespalten – schauen uns vielleicht an, aneinander vorbei, vielleicht provokant, vielleicht unsicher, oder doch ganz neutral vor dem Graffity-Hintergrund einer Großstadt. In ihnen all die Zweifel und Kämpfe zwischen Geschlechtern und Akzeptanz und der oft harten, rauen Realität. Sie werden virtuell in eine teils transluzente, teils andersfarbige Kugel gezaubert, eingerahmt, im übertragenen Sinn vielleicht gefangen, und können – ohne zusätzliche App! – mit jedem Smartphone sphärisch überall hin platziert und positioniert werden: an eine Wand, in den Himmel, auf die Erde – die Realität neu interpretiert.
Zur Visualisierung des Kunstwerkes genügt es, den folgenden QR-Code zu scannen. (cw/pm)











