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Gruenholtz macht den Ständer salonfähig
- 15. Dezember 2022,

Der New Yorker Fotokünstler Gruenholtz ist für seine atemberaubenden männlichen Aktfotografien bekannt – in seinem neuen Projekt widmet er sich der natürlichen Schönheit des erigierten Penis.
Auch heutzutage gilt dieses Sujet in der Kunst weitgehend als Tabu. Gruenholtz macht den erigierten Phallus wieder salonfähig. In zeitlos eleganten Fotos zeigt er Männer, deren Erektionen sich mal zufällig, mal beiläufig, aber immer ohne Bewertung und Scham, in unterschiedlichen Alltagssituationen ereignen – im Bett, im Freien, unter der Dusche.
Zwölf dieser atemberaubenden Bilder vereint der erste Gruenholtz-Kalender "The Fine Art of Erections" für 2023, der bei Bruno Books erschienen und schon fast vergriffen ist. Bei amazon.de (Amazon-Affiliate-Link ) gibt es aktuell noch einige Exemplare für 24,99 Euro. Das Bild oben zeigt das Mai-Motiv, das wir für unsere Freund*innen von der Landesmedienanstalt natürlich leider beschneiden mussten.

Gruenholtz selbst sagt über seine Arbeit:
Heute sind phallische Darstellungen in der Kunst weitgehend tabu, und das gilt insbesondere für Fotografien: in den meisten sozialen Medien werden sie zensiert; mein erster Agent kündigte mir, als ich ihm mitteilte, dass ich von nun an auch Erektionen zeigen wolle; Künstlerkollegen brachen den Kontakt zu mir ab; Freunde und Verwandte äußerten sich so missbilligend, dass ich mich an den Pranger gestellt fühlte. Wenn Künstler dazu genötigt werden, Erektionen aus ihren Werken zu verbannen – und die meisten Künstler halten sich daran -, wird die breite Öffentlichkeit sie nur noch im Kontext von Pornografie zu sehen bekommen; und das wiederum führt dazu, dass die Darstellung von Erektionen mit Pornografie gleichgesetzt wird.
Kenneth Gruenholtz lebt und arbeitet als Fotokünstler in New York City. Er studierte digitale Fotografie von der School of Visual Arts. Seine Arbeiten wurden in New York, London, Berlin, Paris und Barcelona ausgestellt. Im Jahr 2020 erschien sein erstes Fotobuch "Uncensored", das auf große Resonanz stieß. (cw/pm)
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Und das völlig ungerechtfertigterweise, denn ein steifer Penis ist nicht automatisch Pornographie.
So ist das übrigens auch rechtlich geregelt:
öffentliche Abbildungen erigierter Penisse sind dann völlig legal, wenn es sich entweder um Bildung handelt (z.B. in einem Lexikon, in einem Sachbuch / Schulbuch, in einer Doku, o.ä.) oder um Kunst.
Ich weiß auch nicht, wieso man darum so ein Brimborium macht. Die Hälfte der Menschheit hat einen Penis und bei gesunden Erwachsenen ist der eben auch mal erigiert (übrigens nicht nur bei sexueller Erregung). Dann füllen sich eben die Schwellkörper mit mehr Blut als abfließt. So what?!
Das ist letztlich wieder diese religiöse Indoktrinierung, dass alles, was irgendwie mit Sexualität zu tun hat, pfui ist. Aber mal ganz abgesehen davon, dass Sexualität völlig natürlich und etwas sehr schönes ist: ohne Sexualität gäbe es schlichtweg keine Menschheit (und übrigens auch keine Tiere).