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Mullahs don't you dare! #FreeSareh #FreeElham
- 17. Dezember 2022, kein Kommentar
Carolin EmckeMit einer Fotokampagne fordern über 150 Prominente die sofortige Freilassung der im Iran zum Tode verurteilten LGBTI-Aktivist*innen Zahra Sedighi (Sareh) und Elham Choubdar.
Die beiden Aktivist*innen wurden von einem Islamischen Revolutionsgericht in der Stadt Urmia im Nordwesten des Landes wegen "Korruption auf Erden durch die Förderung von Homosexualität" verurteilt (queer.de berichtete). Anlass für die Festnahme war offenbar ein Interview, das Sareh der britischen BBC gegeben hatte – darin wurde über Diskriminierung queerer Menschen in der Region gesprochen. Nach Protesten u.a. der EU und der UNO kündigte der Iran im September eine Prüfung des Urteils durch den Obersten Gerichtshof an.
Über 150 Künstler*innen und Politiker*innen machen nun auf das Schicksal der beiden Aktivist*innen aufmerksam: darunter die Literaturnobelpreisträgerin 2022 Annie Ernaux, der Pianist Igor Levit, die US-amerikanische Historikerin Susan Stryker, die Bundestagsabgeordneten Tessa Ganserer und Ulle Schauws, die Schriftstellerinnen Hélène Cixous und Theresia Walser, der Philosoph Paul B. Preciado, die Publizistin Carolin Emcke, die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Schriftsteller*in Sasha Salzmann, die Theatermacherin Sivan Ben Yishai und die Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger. Mit dabei ist auch der Queer-Beauftragte der Bundesregierung Sven Lehmann, der erst am Donnerstag eine politische Patenschaft für die beiden Aktivist*innen übernommen hat (queer.de berichtete).
Twitter / pen_berlin#FreeSareh, #FreeElham: Mehr als 150 Künstler:innen und Politiker:innen fordern die Rettung der im Iran zum Tode verurteilten lesbischen Aktivistinnen Zahra Sedighi (Sareh) und Elham Choubdar.
PEN Berlin (@pen_berlin) December 16, 2022
Pressemitteilung von @pen_berlin und @6rangiran https://t.co/NWz12V6aab Video pic.twitter.com/tHgaRtfTXb
In der am Freitag gestarteten Foto-Kampagne halten die Teilnehmenden Plakate mit der Aufforderung #FreeSareh und #FreeElham hoch. Die Kampagne ist eine Kooperation zwischen PEN Berlin und 6Rang (Iranian Lesbian and Transgender Network).
"Sareh und Elham sind in Gefahr. Die Tötungsmaschinerie des Regimes ist gerade damit beschäftigt, Demonstrant:innen hinzurichten, und das Todesurteil schwebt über Sareh und Elham", erklärte Shadi Amin, Koordinatorin von 6Rang. "Hier sind die Stimmen von Schriftsteller:innen, Künstler:innen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sehr wichtig."
PEN Berlin und 6Rang appellieren an die Bundesregierung und Bundestag, den Druck auf das iranische Regime weiter zu erhöhen und sich für Zahra Sedighi und Elham Choubdar einzusetzen. Eine Petition für ihre Freilassung auf AllOut.org hat aktuell über 117.000 Unterschriften und kann hier unterstützt werden. (mize)

Ulle Schauws

















