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Indiens Queers demonstrieren für die Ehe für alle
Bild: IMAGO / ZUMA Wire- 09. Januar 2023, kein Kommentar
Zum ersten Mal seit drei Jahren hat am Sonntag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi wieder ein Pride-Marsch stattgefunden.
Hunderte Menschen demonstrierten in der Innenstadt für eine Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe in dem südasiatischen Land. In den vergangenen beiden Jahren war die CSD-Demonstration wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.
/ adrijabose#DelhiPride
Adrija Bose (@adrijabose) January 8, 2023
The kind of march that only gives you joy, plenty of it. pic.twitter.com/u4ZLzrTk0z
Indiens Oberster Gerichtshof verhandelt im März über eine Reihe von
Petitionen homosexueller Paare, die die Öffnung der Ehe fordern (queer.de berichtete). 2018 hatte das Gericht ein noch aus der britischen Kolonialzeit stammendes Verbot von homosexuellem Sex aufgehoben (queer.de berichtete).
/ shivangi441Some slogans from Delhi Pride Parade today#LGBTQ pic.twitter.com/nCVBiEqg1D
Shivangi Saxena (@shivangi441) January 8, 2023
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"Die Entkriminalisierung hat nur einen Aspekt angesprochen, aber es gibt
einen größeren Aspekt, und die Rechte für die LGBTQ-Gemeinschaft sind immer noch nicht vorhanden", sagte Ajay Chauhan, einer der Demonstrant*innen. Ein positives Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte in dem 1,4-Milliarden-Einwohner*innen-Land den Weg zur Anerkennung der Ehe für alle als zweites Land in Asien nach Taiwan ebnen. In Fällen, die vor unteren Gerichten verhandelt wurden, hat sich die Regierung des nationalistischen Hindu-Regierungschefs Narendra Modi jedoch gewehrt, gleichgeschlechtliche Beziehungen formell anzuerkennen.
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Delhi Times (@DelhiTimesTweet) January 8, 2023
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Am Freitag hatten Gegner*innen einer Ehe-Öffnung, darunter auch
rechtsgerichtete Hindugruppen, eine kleine Demonstration vor dem Obersten Gerichtshof in Neu Delhi abgehalten.
Die Einstellung zur Homosexualität hat sich in Indien in den vergangenen
Jahren etwas gelockert – zumindest in der städtischen Mittelschicht, auch da es in Bollywood-Filmen und -Serien mehr LGBTI-Charaktere gibt. Aber in dem weitgehend konservativen und religiösen Land laufen viele queere Menschen immer noch Gefahr, bei einem Coming-out von ihren Familien, am Arbeitsplatz oder von Freunden gemieden zu werden. (cw/AFP)

















