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Queere Frauen, einzigartig und humorvoll porträtiert
Atomare Familie, 2019, Öl auf Leinwand (Bild: Roxana Halls, Courtesy of the Artist)- 31. Juli 2023
Das Haust Kunst Mitte in Berlin präsentiert noch bis zum 1. Oktober 2023 die lesbische britische Künstlerin Roxana Halls in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung.
Roxana Halls, geboren 1974 in London, ist eine britische figurative Malerin, die für ihre Gemälde von queeren und eigensinnigen Frauen, die sich den Erwartungen der Gesellschaft verweigern, sowie für ihren ironischen Humor und ihre beunruhigenden Erzählungen bekannt geworden ist. Sie lebt und arbeitet im Süden Londons.
Halls sucht nach neuen Darstellungsmöglichkeiten für Frauen und setzt sich intensiv mit der Tradition der Darstellung der Frau und des weiblichen Körpers in der westlichen Kunstgeschichte und in den Medien auseinander. Den oft stereotypen und misogynen Präsentationen ob in der Kunst oder im Film oder in der Werbung stellt Halls Bildfindungen gegenüber, die ihnen neue Handlungsspielräume, jenseits der durch die Gesellschaft gesetzten Schranken, eröffnen.
Sie kämpft mit Humor und Erfindungsreichtum für die Durchsetzung von inklusiven Darstellungs- und Identifikationsgewohnheiten. Ihre Gemälde, die allesamt ohne Vorzeichnungen entstehen, überraschen durch ungewöhnliche Blickwinkel und Sujets, intensive Farbkontraste und durch einen altmeisterlichen Farbauftrag.
Halls fühlt sich seit Kindertagen vom Theater und vom Film angezogen und wollte zunächst Schauspielerin werden. Der Ausstellungstitel "Die Augen der Roxana Halls" verweist auf diese enge Beziehung und spielt auf den neo-noir Thriller "Eyes of Laura Mars" an. Unter dem gleichnamigen Titel wurde im Mai 2022 in der Londoner Gallery 46 eine Auswahl ihrer Werke kuratiert von Duo Vision präsentiert.
"Die Augen der Roxana Halls" ist noch bis zum 1. Oktober 2023 im Haus Mitte Kunst (Heidestraße 54, Berlin-Mitte) zu sehen. (cw/pm)










