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Mit Ministerpräsident: anyway feiert 25. Geburtstag
- 25. August 2023
OB Henriette Reker (3.v.l.), Ministerpräsident Hendrik Wüst (5.v.l.) und Queerbeauftragter Sven Lehmann (4.v.r.) sind in Feierlaune (Bild: Land NRW / Joshua Duns)Mit viel Politprominenz begeht das erste und noch immer größte queere Jugendzentrum sein 25. Jubiläum.
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), Bundesqueerbeauftragter Sven Lehmann und die trans Bundestagsabgeordnete Nyke Slawik (beide Grüne) trafen sich am Mittwochabend zu einer besonderen Party in Köln: Das LGBTI-Jugendzentrum anyway feierte mit 550 Gästen seinen 25. Geburtstag.
Das Zentrum war 1998 auf Beschluss des Kölner Stadtrats aus den Jugendgruppen "Bad Girls" und "Boy Trek" hervorgegangen – ein Novum in Europa. In 25 Jahren haben mehrere zehntausende Jugendliche das anyway besucht und sind hier zu selbstbewussten jungen Menschen geworden. In der Anfangszeit waren es 1.500 pro Jahr, mittlerweile erreicht das anyway 4.000 junge Menschen jährlich – nicht nur aus Köln, sondern auch aus ganz Nordrhein-Westfalen. Neue Zielgruppen, wie zum Beispiel trans*, inter* und queere Jugendliche sind neu zum einst lesbisch-schwulen Jugendzentrum dazugekommen.
Was sie im anyway suchen, sei aber immer das Gleiche geblieben: "Das anyway gibt einen Raum, offen und selbstverständlich 'Ich' sein zu dürfen und mit anderen jungen Menschen in Kontakt zu kommen ohne Angst vor Ausgrenzung oder Diskriminierung", so Sven Lehmann, der aus Köln stammende Queerbeauftragte der Bundesregierung.
Ministerpräsident Wüst gab dem anyway in einer Rede Rückendeckung: "Seien Sie gewiss, die Landesregierung ist bei dieser Arbeit heute und auch in Zukunft an Ihrer Seite. Machen Sie weiter. Sie werden auch in Zukunft gebraucht!", so der Christdemokrat. Er teilte außerdem Bilder von seinem Besuch in sozialen Medien und erklärte: "In einer Demokratie, in einer freien Gesellschaft müssen Liebe & sexuelle Identität frei sein. Wir müssen queere Menschen vor Diskriminierung, Hass & Gewalt schützen, ihnen Platz in der Mitte der Gesellschaft schaffen – für ein gutes Miteinander & bereichernde Vielfalt."
Twitter / HendrikWuestIn einer #Demokratie, in einer freien Gesellschaft müssen #Liebe & sexuelle Identität frei sein. Wir müssen queere Menschen vor Diskriminierung, Hass & Gewalt schützen, ihnen Platz in der Mitte der Gesellschaft schaffen – für ein gutes #Miteinander & bereichernde #Vielfalt. https://t.co/fByglHKaBq
Hendrik Wüst (@HendrikWuest) August 24, 2023
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Oberbürgermeisterin Reker ergänzte in ihrer Rede im anyway: "Köln kann sich glücklich schätzen, eine so wichtige Institution, die hilft, Vielfalt als Chance zu sehen, hier in unserer Stadt zu wissen. Vielen Dank dafür."
Mittlerweile sind viele weitere queere Jugendzentren in NRW, Deutschland und Europa entstanden. Mit seinen jahrelangen Erfahrungen ist das anyway sehr oft Vorbild und Ansprechpartner gewesen – und ist es heute noch. Das liegt auch daran, dass das anyway immer wieder neue Arbeitsbereiche entwickelt hat: u.a. eine eigene Jugendberatungsstelle, eine Fachberatung, medienpädagogische Projektarbeit und Kulturarbeit, Projekte zur gesellschaftspolitischen Teilhabe, Geflüchteten- und Migrationsarbeit, ein Mentoringprojekt, Peer-To-Peer-Beratung sowie Inklusionsarbeit. Nicht nur inhaltlich ist das anyway immer größer geworden. Neben dem Hauptstandort in der Innenstadt ist ein zweiter Standort in Köln-Mülheim für Jugendliche aus dem rechtsrheinischen Raum hinzugekommen (queer.de berichtete). (dk)

















