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"Das queere Familienzimmer"
Bild: Daniel Schumann, aus der Serie "International Orange"- 05. September 2023
Eine neue Kunstausstellung in Bielefeld nähert sich dem Bild und der Erfahrung von Familie aus queerer Perspektive.
Familie ist vielfältig, aber das Bild von Familie ist erstaunlich eintönig. Schließt man die Augen, sehen die meisten eine Vision aus der Bausparwerbung: Vater, Mutter, Kinder und ein Haus mit Garten. Diese Familie ist reich, weiß, niemals alleinerziehend und sie ist durchgehend heterosexuell. Es ist kein harmloses Bild, mit ihm wird Politik gemacht.
Die Bielefelder Ausstellung "Das queere Familienzimmer" setzt einen Gegenpunkt. Dabei ist die Bandbreite der gezeigten Werke sehr groß. Sie reicht von Partnerschaft, Kindern und den eigenen Eltern bis zur Familie als Wahlverwandschaft und -gemeinschaft. In vielen der Arbeiten wird ein Ringen deutlich um den Raum, der oft allein durchquert werden muss. Queerness erfordert Kraft. Der Mut, sich in den Raum zu werfen, ist in den Kunstprojekten zu sehen.
Beteiligt an der Gruppenausstellung sind Julia Autz, Martina Minette Dreier, Aline Egerding, Carl Enderle, Leon Fender, Dominik Geis, Alex Giegold, Giegold & Weiß, Xenia Gromak, Nora Hase, Ute Klein, Jessica Kroll-Holtmann, Selma Lampart, Janis Löhrer, Peter Möller, Ute Friederike Schernau, Daniel Schumann, Ingo Taubhorn, Hanna Tomin, Anja Weber und Tomka Weiß.
Die Ausstellung "Das queere Familienzimmer" wird am Samstag, den 23. September 2023 um 18 Uhr in der Projektgalerie Elsa (Elsa-Brändström-Str. 13, 33602 Bielefeld) eröffnet und ist dort anschließend bis zum 24. November 2023 zu sehen. Zu der vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Schau erscheint eine Broschüre. (cw/pm)










