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Grugahalle empfängt Hass-Prediger mit Regenbogen­fahnen

Bild: IMAGO / Funke Foto Services
  • 08. Oktober 2023

Rund 100 Menschen demonstrierten am Samstag vor der Grugahalle in Essen gegen ein Missionstreffen mit dem extrem queerfeindlichen Prediger Franklin Graham – auch der Veranstaltungsort zeigte Flagge.

Die evangelikale Veranstaltung mit dem euphemistischen Namen "Festival of Hope" hatte schon im Vorfeld für heftige Kritik gesorgt (queer.de berichtete). Queere Vereine und der grüne Bundestagsabgeordnete Kai Gehring hatte gefordert, das Missionstreffen mit Graham abzusagen. Das lehnte die Messe Essen mit Verweis auf rechtliche Verpflichtungen ab – begrüßte die Besucher*innen des Fundi-Treffens jedoch mit Regenbogenfahnen.

An der Demonstration vor der Grugahalle, zu der der Essener Kreisverband der Grünen unter dem Motto "Kein Platz für Hass und Hetze" aufgerufen hatte, beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 100 Personen. Die Kundgebung blieb friedlich.


Teilnehmer*innen der Kundgebung "Kein Platz für Hass und Hetze" (Bild: IMAGO / epd)

Franklin Graham habe "mehrmals das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung infrage gestellt und anti-queere Ansichten verbreitet", hieß es im Demoaufruf. "2015 rief er zum Boykott LGBTIQ-freundlicher Unternehmen auf und erklärte ein Jahr später, dass Homosexuelle 'Feinde' der Christen seien, sofern sie ihre sexuelle Orientierung nicht 'bereuen'. Den Islam bezeichnet er als 'ein Übel und eine böse Religion'."

Kritik an der Veranstaltung in der Grugahalle kam auch aus der evangelischen Kirche: "Graham missbraucht die Bibel für seine menschenverachtenden Thesen", sagte Marion Greve, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Essen, gegenüber der Tageszeitung "WAZ".

Graham ist der Sohn des nicht minder homophoben Predigers Billy Graham, der 2018 gestorben ist (queer.de berichtete). Franklin Graham übernahm die Evangelisationsorganisation seines Vaters und fiel zuletzt auch wegen Wahlwerbung für Donald Trump und andere queerfeindliche Republikaner auf.

Eigentlich hätte Grahams Auftritt bereits im Juni 2020 in der Kölner Lanxess Arena stattfinden sollen (queer.de berichtete). Damals war das Event – offenbar als besondere Provokation gegen queere Menschen – während des Eröffnungswochenendes des CSD Köln anberaumt worden. Wegen der Corona-Pandemie konnten beide Veranstaltungen aber nicht stattfinden. (cw)


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