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Südfrüchte feiern Pride-Party

  • 25. Oktober 2023

In der neuen Ausstellung "Queer Harvest" in der Hamburger Galerie G143 feiern die beiden Künstlerinnen Anne Lacheiner-Kuhn (Namibia) und Ruth Stanford (USA) die Errungenschaften der queeren Bewegung.

Von 1928 bis 1956 war die Galerie für Kontemporäre Kunst und Inszenierung – G143 – ein Laden für Kolonialwaren, in dem exotische Früchte aus allen Teilen der Welt importiert wurden. Die Früchte stammten aus Orten, an denen der Kolonialismus verheerende Auswirkungen auf die einheimische Bevölkerung hatte. Heute steht G143 für Kreativität und Innovation in der Kunst.

In der Zeit des Südfrüchtehandels von G143 gab es in Deutschland harte Bestrafungen für die Ausübung von Homosexualität, und Tausende von Homosexuellen starben in Konzentrationslagern. Heute ist Deutschland ein Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung und ein Beispiel für den Rest der Welt. In diesem Frühjahr erkannte der Oberste Gerichtshof von Namibia erstmals eine gleichgeschlechtliche Ehe an. Die LGBTI-Bewegung in Namibia ist aktiv und stark, auch wenn sie nach wie vor mit Problemen zu kämpfen hat. In den USA hingegen findet ein Rückschritt statt: Ein Bundesstaat nach dem anderen verabschiedet drakonische Gesetze, die sich gegen queeren Menschen richten und jahrzehntelange Fortschritte im Bereich der Menschenrechte zunichtemachen.



Die Ausstellung "Queer Harvest", die noch bis 31. Oktober 2023 in der Galerie G143 (Grindelallee 143, 20146 Hamburg) zu sehen ist, enthüllt ein faszinierendes Kapitel in der Geschichte des Galerieraumes und fordert die Besucher*innen auf, über das anhaltende Tauziehen um die Rechte von LGBTI auf der ganzen Welt nachzudenken. Zu sehen sind 60 Südfrüchte im Harness, Fummel oder Village-People-Outfit, die zusammen mit internationalen Papp-Dragqueens und -Aktivist*innen eine große queere Party feiern.

In der Einladung zur Ausstellung heißt es: "Egal, ob Sie ein Kunstliebhaber, ein Obstliebhaber oder ein Verteidiger von LGBTIQ+-Rechten sind, diese Ausstellung lädt Sie ein, die Schnittmenge von Hamburgs queerer Kultur und ungewöhnlicher Geschichte zu erkunden, über die Vergangenheit nachzudenken und sich eine liebevoll-inklusive Zukunft auszumalen." (cw/pm)


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