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Queere Oper feiert Premiere in Nürnberg
Bild: Ludwig Olah- 05. November 2023
Ab heute ist die Belcanto-Oper "Lucia di Lammermoor" von Gaetano Donizetti im Nürnberger Opernhaus zu sehen – mit einem zeitgemäßen queeren Update: Statt Lucia wird Luca gezwungen, auf seine Liebe zu Edgardo zu verzichten.
In "Lucia di Lammermoor", im Jahr 1835 in Neapel uraufgeführt, geht es um zwei Liebende aus verfeindeten Adelsfamilien: Lucia liebt nicht so, wie es ihre Familie will. Man zwingt sie zu einer "angemessenen" Heirat mit den bekannten Folgen: Mord und eine der berühmtesten Wahnsinnsszenen der Operngeschichte.
Auch heutzutage gibt es Eltern, die Druck auf ihre Kinder ausüben, zum Beispiel, wenn sich ihr Kind als homosexuell outet und das nicht in das Weltbild der Familie passt. Um auf die Not schwuler und lesbischer Jugendlicher aufmerksam zu machen und gleichzeitig den Konflikt von Donizettis Oper zeitgemäß zu übersetzen, hat Regisseurin Ilaria Lanzino aus der Titelpartie eine Hosenrolle, aus Lucia einfach Luca gemacht:
Jan Croonenbroeck, neuer 1. Kapellmeister des Staatstheaters Nürnberg, übernimmt die musikalische Leitung der romantischen Oper und macht diese zu einem Fest der Stimmen, in dem das Nürnberger Opernensemble mit betörenden Belcanto-Melodien brillieren kann. Die Titelrolle des Luca wird von Sopranistin Andromahi Raptis gesungen.
Premiere von "Lucia di Lammermoor" ist am Sonntag, den 5. November 2023 um 19 Uhr im Nürnberger Opernhaus. Weitere Vorstellungen gibt es am 11., 17., 19. sowie 26. November. Mehr Informationen und Tickets gibt es unter staatstheater-nuernberg.de. (cw)











