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Coming-out eines trans Mädchens
Bild: Arno Kohlem- 22. November 2023
Jetzt anmelden: Am 15. Dezember 2023 sind die vierten Klassen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe zu zwei Sondervorstellungen des queeren Kindertheaterstücks "Der Katze ist es ganz egal" eingeladen.
Der Besuch wird ermöglicht durch den Arbeitskreis Sexualpädagogik Karlsruhe, der für dieses Projekt mit dem Jungen Staatstheater kooperiert. Finanziert wird die Veranstaltung vom Städtischen Kinderbüro, Sachgebiet Kinder- und Jugendschutz.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Sexualpädagogik Karlsruhe zeigen sich sehr erfreut über die Kooperation: "Sie bietet uns die Möglichkeit über ein ganz anderes Medium mit den Kindern und Lehrkräften ins Gespräch zu kommen und sich für die Akzeptanz von trans Menschen einzusetzen", bestätigt Anja Stegbauer-Bayer, Geschäftsführerin von ZeSIA, dem Zentrum für sexuelle Gesundheit, Identität & Aufklärung Karlsruhe. Leider stünden in Schulen immer noch Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing sehr weit oben auf der Tagesordnung. Dies erführen die Expert*innen des Arbeitskreises regelmäßig. Sie werden oft gerufen, wenn es schon zu spät ist.
Die Theatervorstellungen von "Der Katze ist es ganz egal" finden in der Spielstätte Insel, Karlstraße 49b, am 15. Dezember 2023 um 9 Uhr sowie um 11.30 Uhr im Jungen Staatstheater statt. Interessierte Schulklassen können sich bis zum 30. November per Mail an schulen@staatstheater.karlsruhe.de anmelden.
Im Mittelpunkt des Stücks "Der Katze ist es ganz egal" steht das trans Mädchen Jennifer. Seit sie mit ihrem neuen Namen aufgewacht ist, kann sie besser atmen. Ihre Freund*innen Anne, Stella und Gabriel sehen im neuen Namen Möglichkeiten für schöne Kleider und tolle Frisuren und sind sich sicher: "In dir drin steckt, was du bist." Die Erwachsenen allerdings finden, Jennifer sei ein Junge und könne sich nicht einfach einen neuen Namen aussuchen. Nur der Katze ist das zum Glück ganz egal.
Franz Orghandl wurde für ihr humorvolles Kinderbuch mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 ausgezeichnet. Es gelingt ihr, Jennifers Wut und Ängste, wenn sie nicht sie selbst sein kann, ebenso zu fassen wie die Sorgen und Anpassungsschwierigkeiten der Eltern. Ihr Fokus liegt dabei auf dem Weg Jennifers zu mehr Selbstständigkeit, wenn diese Rückhalt nicht nur aus der Familie, sondern auch von Freund*innen erfährt. Dabei lässt die Autorin Jennifer eine Vielzahl von Perspektiven auf die Welt kennenlernen, die nicht nur den Horizont der Protagonistin erweitern. Am Schluss steht die bereichernde Erfahrung, dass jede Unsicherheit überwunden werden kann, wenn Menschen aus drei Generationen voneinander lernen und einander helfen. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Stück auf der Homepage des Badischen Staatstheaters Karlsruhe










