https://queer.de/b?4401
Queere Rechte in Südafrika, Deutschland und im virtuellen Raum
Anna Ehrenstein, Brian Montshiwa, Mahube Diseko, Chommie – the digital closet (2022-2023), Courtesy: die Künstler*innen, KOW Berlin und Office Impart- 23. Dezember 2023
Im Rahmen ihrer Einzelausstellung "Imagined Inevitabilities" im Kunstverein Braunschweig präsentiert Anna Ehrenstein erstmals ihre queere Videoarbeit "Chommie – digital closet".
Im vergangenen Jahr hat Ehrenstein einen längeren Recherche-Aufenthalt in Johannesburg verbracht, um vor Ort gemeinsam mit Brian Montshiwa und Mahube Diseko zu arbeiten. Kollaborativ spürten sie dem augenfälligen Spannungsverhältnis von begierig konsumierter Queerness in den Medien und der realen Bedrohung von LGBTI-Personen nach.
"Chommie – the digital closet" (2022-2023) zitiert in Teilen die Formensprache gängiger Reality-TV-Formate, durchzogen von südafrikanischer Kwaito-Musik. Teilweise zog Ehrenstein auch Künstliche Intelligenz (KI) hinzu, um die Wirkmacht von Algorithmen, KI und Digitalität im Hinblick auf die Sichtbarkeit der globalen queeren Community zu reflektieren.
Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich Anna Ehrensteins Zusammenarbeit mit Leonidas Emre Pakkan aka OSIRIZ33, Rapper, Künstler, Hauptdarsteller und Co-Autor der Serie "Hype", sowie jungen Sportler*innen des Kraftsport-Vereins V.f.V. von 1898 Braunschweig e.V. Seit dem Sommer fanden mehrere Workshops im Kunst- und im Sportverein statt. Diese Erfahrungen fließen in eine neue Videoinstallation für eine alternative Nationalhymne ein.
Anna Ehrensteins Kunstwerke zeigen unerwartete Verbindungen auf und schaffen Gegenüberstellungen, die ebenso konkrete wie pointierte Einsichten in die aktuellen Verschränkungen wie Widersprüche von Diversitäts- und Integrationsdiskurs, Globalisierung und digitalem Kapitalismus ermöglichen.
Die Ausstellung "Imagined Inevitabilities" ist noch bis zum 25. Februar 2024 im Kunstverein Braunschweig zu sehen. (cw/pm)










