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Mit Umschnall-Dildo zurück nach Braunschweig
Bild: Joseph Ruben- 11. Februar 2024
Am Staatstheater Braunschweig feierte Ende Januar das queere Stück "Sohn* werden" Premiere – eine autofiktionale Held*innenreise von und mit Anna Kirstine Linke.
Der Sohn* Anna Kirstine Linke kehrt nach Braunschweig zurück. Hier und nur hier, in der Stadt, in der Anna in den 1990er Jahren geboren wurde und hätte Tochter werden sollen, kann Anna jetzt so richtig zum Sohn* werden, findet jedenfalls Anna. Annas Vater findet alles rund ums Thema Gender und Annas Transition Quatsch.
Auf Annas Rückreise nach Braunschweig kommt dem Sohn* Anna alles in die Quere, was sich zwischen ihm und seinem Vater in der Zwischenzeit aufgetürmt hat: Annas Liebe für alles, was aus mehr als zwei Teilen besteht, die Liebe des Vaters für die Physik und ihre Grenzen, Mythen von Vätern und Söhnen*, die Anna schon längst hinter sich gelassen hatte, Erinnerungen an Väter und Söhne* im Braunschweig der 1990er Jahre und deren Abgleich mit der Gegenwart.
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Was braucht es, um Sohn* zu werden? Heißt Sohn* werden Mann* werden? Will Anna das überhaupt? Und welche Geschichte schreiben der Sohn* Anna und sein Vater, wenn Vater-Sohn*-Geschichten einbrechen, ihre gemeinsame Zeit nicht mehr linear verläuft und sich eine Zeit der Wahlfamilie öffnet?
"Sohn* werden" ist ein rund einstündiger Abend über Väter und Söhne* auf der Suche danach, "was die Welt im Innersten zusammenhält" in einer multipolaren Zeit. Ein Abend in der Mitte von Transitionen, die vielleicht niemals zu Ende gehen werden. Ein Abend ohne Happy End. Die nächsten Aufführungen sind am 16. und 17. Februar, am 2.,3., 23. und 24. März sowie am 19. und 20. April 2024 in der Spielstätte Aquarium des Staatstheaters Braunschweig. Mehr Szenenbilder gibt es in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)











