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Heiße Männer unter Wasser
Against The Dying Of The Light, 2019 (Bild: Lucas Murnaghan)- 03. März 2024
Die siebte Ausgabe des Fotomagazins "BOYS! BOYS! BOYS!" ist dem Gedenken an Lucas Murnaghan gewidmet, der 2021 im Alter von nur 45 Jahren an Krebs starb.
"Lucas kam zu gleich zu Beginn zu uns, im Jahr 2018, und die Resonanz auf seine Arbeit war phänomenal", erinnert sich Chefredakteur Ghislain Pascal. Der kanadische Fotograf hatte sich darauf spezialisiert, mit einer Unterwasserkamera gutgebaute Männer zu porträtieren.
"Lucas war nicht nur ein brillanter Fotograf, sondern auch ein viel bewunderter und geliebter orthopädischer Chirurg am Hospital for Sick Children in Toronto (Kanada)", so Pascal. Die letzten Jahre seien sehr hart für seinen langjährigen Partner Antonio Lennert gewesen. "Aber Antonio ist nun bereit, Lucas' Erbe als einer der großen Unterwasserfotografen fortzuführen."
2019 hatte Lucas Murnaghan den 100-seitigen Fotoband "Beneath the Surface" veröffentlicht (queer.de berichtete).
Die neueste Ausgabe des Fotomagazins "BOYS! BOYS! BOYS!" mit einem Umfang von 160 Seiten kann zum Preis von 35 US-Dollar (32,15 Euro) zuzüglich Versandkosten online über boysboysboys.org bestellt werden. Auf der Homepage sind auch hochwertige Drucke von Lucas Murnaghans erotischen Unterwasser-Porträts erhältlich.
Lucas Murnaghan war ein außergewöhnlicher Künstler, dessen fesselndes Werk die Grenzen der Surf- und Abenteuerfotografie sprengte. Der in Toronto geborene und im kanadischen Ottawa aufgewachsene Murnaghan schlug eine medizinische Laufbahn ein, schloss sein Medizinstudium an der Queen's University ab und absolvierte seine orthopädisch-chirurgische Ausbildung an der University of British Columbia. Trotz seines anspruchsvollen Berufs blieb seine Leidenschaft für die Fotografie erhalten, die er im Laufe der Jahre verfeinerte und schließlich dazu führte, dass er sich auf das Medium Unterwasser konzentrierte.
Murnaghans einzigartiger Ansatz bestand darin, ins Wasser einzutauchen und seine Motive von innen heraus zu fotografieren. Als erfolgreicher Triathlet und Freitaucher verzichtete er auf eine zusätzliche Tauchausrüstung, was es ihm ermöglichte, eine engere Verbindung zu seinen Motiven herzustellen und Bilder mit einem höheren Maß an Intimität zu produzieren. (mize)










