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Coming-out eines trans Jungen
Bild: Silke Winkler- 15. April 2024
Am Jungen Staatstheater Parchim feierte am Samstag das queere Theaterstück "Ich bin Silas" seine Deutschlandpremiere.
Das Stück der dänischen Autorin Julie Maj Jakobsen erzählt vom Coming-out des 14-jährigen trans Jungen Silas, der gerade die Schule gewechselt hat und kurz vor der Konfirmation steht. Weder die Klassenkamerad*innen noch die Eltern wissen bislang von Silas' Identität.
Erst als der Teenager die etwas ältere Hedwig trifft, die mit ihrem ganz eigenen Modestil die gesellschaftlichen Normen herausfordert, und das Konfirmationsfest zu einer Katastrophe wird, entscheidet Silas, sich als Junge zu outen.
Gespielt wird Silas von der der cis Schauspielerin Carlotta Aenne Bauer, die erst seit vergangenem Monat zum Ensemble gehört. Die 27-Jährige hat sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema beschäftigt. "Ich habe mit einigen trans Menschen gesprochen, um zu erfahren, wie ihre Situation wirklich ist", erklärte sie gegenüber dem "Nordkurier". "Es ist ein sensibles Thema. Es kam auch der Vorwurf auf, dass ich eine trans Person spiele, obwohl ich gar keine bin."
Das Junge Staatstheater Parchim beschreibt das Stück als "eine Coming-Of-Age-Vorstellung über Liebe, Geschlechter, Identität, Sexualität, Freundschaft und Familie". Weitere Aufführungen stehen am 16. und 30. April, am 16. Mai, am 19. Juni sowie am 2. und 16. Juli 2024 in der Kulturmühle auf dem Programm. (cw)
















