Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?4518

Die fehlende Endgültigkeit der Definition "non-binary"

Bild: Johanna Langenhoff
  • 18. April 2024

Mit der sehr persönlichen Porträtserie "Ich oder so" hat Fotograf*in Johanna Langenhoff den August-Sander-Preis 2024 gewonnen.

Johanna Langenhoff, Student*in an der HAW Hamburg, hat die Serie vor dem Hintergrund existenzieller Fragen der Identitätsfindung und Geschlechterzugehörigkeit entwickelt. "Viele Gefühle, die sich schwer in Worte fassen lassen, sind für mich visuell einfacher darstellbar", erklärt Langenhoff zur Intention von "Ich oder so". "Gleichzeitig öffnen die Photographien einen Gesprächsraum, in dem ich über mich – meinen Prozess, meine Gefühle des Nicht-Dazugehörens, die Momente des Verständnisses, die Unsicherheit, das Gefühl, mich definieren zu müssen oder die fehlende Endgültigkeit dieser Definition 'non-binary' – sprechen kann."


Bild: Johanna Langenhoff

Sehnsucht, Erinnerung und gegenwärtige Wahrnehmung sind für Johanna Langenhoff zentrale Momente einer prozesshaften Selbstbefragung, geprägt von der Suche nach individueller Verortung und individuellem Ausdruck. Die aufgenommenen Motive changieren entsprechend passend zwischen (Selbst-)Porträts und Körperdarstellungen, zwischen Landschafts- und Raumausschnitten, zwischen konkreten und abstrakten Formstudien. Licht und Schatten sind darüber hinaus vielfach bildgestalterische wie atmosphärische Elemente.

Die Serie "Ich oder so" ist vergleichbar einem Kaleidoskop unterschiedlicher emotionaler Befindlichkeiten und Erfahrungen. Sie lässt Raum für Assoziationen und Gedanken, die den Bildern, der Künstler*in und grundlegend der menschlichen Entwicklung gelten.


Bild: Johanna Langenhoff

Mit dem August-Sander-Preis, der alle zwei Jahre ausgelobt wird, verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze im weitertesten Sinn der sachlich-konzeptuellen Fotografie zu fördern. Die Namensgebung des Preises erklärt sich dadurch, dass die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876-1964) besitzt. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtfotografien von August Sander sollen sich die Bewerber*innen vorrangig auf das Thema des menschlichen Porträts beziehen. Für die vierte Ausschreibung gab es mehr als 120 Einsendungen aus dem In- und Ausland. (cw)


-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.