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Ein queerer Blick auf die Zukunft
- 05. Mai 2024
Ania Nowak, To the aching parts! (Manifesto) (Still), 2019. Courtesy the artist und Anu CzerwińskiIn der Kunsthalle Münster wurde am Freitagabend die neue Ausstellung "forms of the surrounding futures" eröffnet.
Die Ausstellung mit Werken von Rodrigo Hernández, Agnė Jokšė, Tarik Kiswanson, Esse McChesney, Rasmus Myrup, Ania Nowak, Luiz Roque und Ana Vaz reagiert auf den gegenwärtigen Zustand der permanenten Krise und will eine "Allianz der Anderen" schmieden. In den ausgestellten Arbeiten und Performances werden plurale Erzählungen für ein Morgen verkörpert und gefeiert. Ein erweiterter Begriff von "queer" bildet dabei den Ausgangspunkt, um Machtstrukturen in Frage zu stellen und die Konstruktion von Körpern, Räumen und Zeiten zu überdenken und neu zu gestalten.
Das Projekt folgt der Position der Geografin Natalie Oswin: "Queer" stellt ihr zufolge eine Herausforderung der Norm dar, und zwar, indem queer "jenseits einer Macht und Kontrolle operiert, die Normativität durchsetzt" und dabei ein "radikales (Neu-)Denken, (Neu-)Zeichnen, (Neu-)Konzeptualisieren, (Neu-)Vermessen" beinhaltet, "das imstande ist, Körper, Räume und Geografien (neu) zu machen".
"Veränderung ist regelmäßig das Resultat der Kämpfe von Unterdrückten", heißt es in der Ankündigung zur Schau. "Die herrschenden Strukturen beseitigen zu wollen, schließt auch den intersektionalen Kampf für gleichberechtigte und nichtkonforme Formen des Lebens mit ein – einen Kampf, der auch für die voneinander abhängigen und miteinander verwobenenen Systeme des Lebens auf dem Planeten geführt wird."
Die Ausstellung "forms of the surrounding futures" ist noch bis zum 4. August 2024 in der Kunsthalle Münster zu sehen. (cw)










