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Neue Kampagne #dortMUNDauf gegen queerfeindliche Gewalt

- 05. Juni 2024
Unter dem Titel #dortMUNDauf ruft Dortmunds queerer Dachverband SLADO dazu auf, gegen Beleidigungen, Bedrohungen und Angriffe aktiv zu werden.
"Queerfeindliche Angriffe haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Jeder einzelne ist einer zu viel. Wir rufen daher Betroffene und Zeug*innen auf, den Mund aufzumachen und Gewaltvorfälle anzuzeigen", erklärte Paul Klammer, Geschäftsführer von SLADO. "Unser Ziel ist, dass Menschen aktiv werden."
Mit Plakaten, Postkarten und Aufklebern weist die Kampagne auf das Problem hin. Die Website dortmundauf.de informiert über Handlungsmöglichkeiten. "Für viele queere Menschen ist der Gang zur Polizei nicht unbedingt der erste Weg", so Klemmer. "Wir zeigen deshalb, wo Betroffene weitere Unterstützung finden. Wichtig ist, nach einem Gewaltvorfall aktiv zu werden und sich selbst zu schützen. Eine Anzeige kann zum Schutz anderer vor weiterer Gewalt beitragen."
Die Kampagne wurde konzipiert und umgesetzt von der Dortmunder Agentur helloyou.studio. "Unser Ziel mit der visuellen Gestaltung war es, eine unmittelbare Verbindung zu den Betrachter*innen herzustellen", sagte Anika Freytag von helloyou.studio. "Ein Blick, der direkt in die Seele dringt. Denn wir sind alle Menschen. Doch diese Gewalt entmenschlicht uns, sie macht uns zu Zielscheiben, zu Objekten des Hasses. Die prägnanten Sprüche und typografischen Elemente unterstreichen die Dringlichkeit unserer Botschaft."

Gefördert wurde die Entwicklung der Kampagne von der Koordinierungsstelle für LSBTIQ* der Stadt Dortmund. "Die Sensibilisierung für queerfeindliche Gewalt und für Handlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote hilft LSBTIQ* in Dortmund, die von Gewalt betroffen sind", erklärte Susanne Hildebrandt von der Koordinierungstelle.
Die Kampagne wird in den kommenden Wochen an zahlreichen öffentlichen Orten in Dortmund wie Ämtern, Museen und Gastronomie sichtbar sein. Die Kampagnenmotive sprechen unterschiedliche Formen von Gewalt wie beispielsweise Beleidigungen, Online-Verleumdungen und physische Gewalt an. Material kann in der SLADO-Geschäftsstelle angefordert werden unter . (cw/pm)
Links zum Thema:
» Alle Motive der Kampagne in einem PDF










