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Die allgegenwärtige Queerness in der Natur
Still from the film series Metamorphosis, 2020 (Courtesy the Institute of Queer Ecology and DIS)- 25. Juni 2024
Die wegweisende Ausstellung "The earth does (not) need us" des Institute of Queer Ecology im Museum Schloss Moyland rückt Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit und Klimawandel aus queerer Perspektive in den Mittelpunkt.
Mit der Ausstellung nimmt das Museum die zweifellos drängendste Debatte unserer Tage ins Programm: Angesichts der Klimakrise ist das international agierende Netzwerk The Institute of Queer Ecology (IQECO) dazu eingeladen, mit Joseph Beuys' einschlägigen Werken zu Ökologie und Umwelt in Dialog zu treten.
Sowohl Beuys als auch das IQECO sehen Kunst als idealen Freiraum an, um progressive Zukunftsvisionen zu entwickeln und dem Klimawandel etwas entgegen zu setzen. Beuys, der 1979 die Grünen mitgründete, war Natur- und Klimaschützer der ersten Stunde. Ein halbes Jahrhundert später verbindet das IQECO die avantgardistischen Gedanken von Beuys mit neuesten Strömungen der queeren Theorie.
Das Institute of Queer Ecology ist ein kollaboratives Künstler*innen-Netzwerk. Es setzt sich sowohl gegen wertendes Schwarz-Weiß-Denken, wie zum Beispiel heterosexuell = natürlich und queer = unnatürlich, als auch für eine inklusive, tolerante, achtsame und vielfältige Ökologie ein Die Arbeiten der teilnehmenden Künstler*innen machen die allgegenwärtige Queerness in der Natur erlebbar, wie beispielsweise durch Pflanzen, die im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht wechseln.
Neben historisch bedeutsamen Arbeiten wie "7000 Eichen" (1982) von Joseph Beuys, erwarten die Besucher*innen zahlreiche Neuproduktionen des IQECO im Schloss, an der Schlossfassade sowie im Park. Unterschiedlichste Medien in den Ausstellungsräumen wie Fotowalls und Videos machen Lust darauf, sich mit Themen wie vielfältiger Ökologie und Inklusion auseinander zu setzen.
Die am vergangenen Sonntag eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 5. Januar 2025 im Museum Schloss Moyland zu sehen. Das Wasserschloss bei Bedburg-Hau im Kreis Kleve beherbergt auch die umfangreiche Sammlung moderner Kunst der Brüder Hans van der Grinten und Franz Joseph van der Grinten. (cw/pm)








