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So queer war "Ciboulette" noch nie!

Bild: Jörg Landsberg
  • 07. Juli 2024

An der Hamburger Staatsoper feierte am Freitagabend die Operette "Ciboulette" Premiere – Regisseur Sascha-Alexander Todtner verlegte die Handlung in die queere Ballroom-Szene New Yorks.

"Ciboulette" – zu Deutsch "Schnittlauch", so nennt sich die Hauptperson der 1923 uraufgeführten frivol-nostalgischen Operette des französischen Komponisten Reynaldo Hahn – Star der Pariser Belle Époque, Freund und Geliebter Marcel Prousts. Ein Werk voller Humor und Nostalgie, melodischer Schönheit und sommerlichem Esprit.

Sascha-Alexander Todtner entführt mit den Sänger*innen des Internationalen Opernstudios in die queere, genderfluide New Yorker Subkultur der 1980er und 1990er Jahre. Wir erleben die Welt des Drag und der "Categories" sowie Figuren, die in wechselnden Konstellationen neue Rollen und Identitäten annehmen, bis schließlich alle nicht nur die Liebe, sondern auch ihre Drag-Personality gefunden haben.

"Eine Verneigung vor der Generation der 80/90er, die uns queeren Menschen diese Perspektive ermöglicht hat",. beschreibt der Regisseur die Neuproduktion.

Weitere Aufführungen von "Ciboulette" stehen bis zum 13. Juli 2024 in der Opera stabile auf dem Programm. Mehr Fotos von der außergewöhnlichen Inszenierung gibt es in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)

Galerie:
Ciboulette
14 Bilder

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