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Papst trifft LGBTI-Aktivistin: "Diskriminierung ist Sünde"
Bild: clarekabale / X- 16. August 2024
Papst Franziskus hat die ugandische LGBTI-Aktivistin Clare Byarugaba zu einer Privataudienz empfangen – und dabei offenbar Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen verurteilt.
Es sei ihr eine Ehre gewesen, das Oberhaupt der katholischen Kirche zu treffen, schrieb Byarugaba, die sich in der Bürgerrechtsgruppe "Chapter Four" engagiert, am Mittwoch auf der Plattform X, wo sie auch das gemeinsame Foto teilte. "Ich habe ihn über die verheerenden Auswirkungen der beiden Anti-LGBTQ-Gesetze, die in Uganda innerhalb eines Jahrzehnts verabschiedet wurden, und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen informiert."
Bei dem Treffen habe sich der Papst solidarisch gezeigt, so die Aktivistin. "Seine Heiligkeit bekräftigte, dass Diskriminierung eine Sünde ist und Gewalt gegen LGBTI-Personen inakzeptabel ist", erklärte "Chapter Four" auf X. "Er sagte, die Kirche dürfe niemals diskriminieren. Er geht mit allen, denen ihre Würde verweigert wurde. Außerdem ermutigte er uns, unsere Rechte zu verteidigen."
Im vergangenen Jahr wurde Ugandas Anti-Homosexualitäts-Gesetzgebung noch einmal verschärft. Für die "Beteiligung an homosexuellen Handlungen" drohen nun lebenslange Haft, auf "schwere Homosexualität" steht sogar die Todesstrafe (queer.de berichtete). Der katholische Erzbischof von Ugandas Hauptstadt Kampala Paul Ssemogerere bezeichnete Homosexualität nach der Verabschiedung als "sündhaftes Übel", kritisierte allerdings die hohen Strafen (queer.de berichtete). (cw)
















