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"Lassen wir mit Stolz die Pride Flag wehen"
Bild: Staatskanzlei Thüringen- 30. August 2024
Gut eine Woche vor dem CSD Erfurt hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) am Freitag vor der Staatskanzlei eine Regenbogenfahne aufgezogen – vielleicht zum allerletzten Mal.
"Wir zeigen gemeinsam Flagge, weil wir für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit an der Seite der LSBTIQ+ Gemeinschaft stehen", sagte Ramelow im Gespräch mit Vertreter*innen des neugegründeten Erfurt Pride e.V. "Ich möchte in einer Welt leben, in der jeder Mensch gleich viel wert ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle immer und immer wieder für die Freiheit der sexuellen Identität ohne Benachteiligung und Diskriminierung einstehen", so der Ministerpräsident.
Ramelow dankte dem CSD-Bündnis für seinen "wichtigen Einsatz für die gesellschaftliche Anerkennung queerer Lebensweisen. An die queeren Aktivist*innen appellierte der Linken-Politiker. "Gehen Sie diesen Weg mutig weiter, denn ein Leben in Selbstbestimmung ist noch keine Wirklichkeit für alle. Gehen wir offen aufeinander zu, halten wir zusammen und stehen entschlossen gegen Diskriminierung und für Vielfalt ein. Lassen wir mit Stolz die Pride Flag wehen."
Am Sonntag wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Laut ZDF-Politbarometer liegt die rechtsextreme AfD bei 29 Prozent und damit klar auf dem ersten Platz vor der CDU mit 23 Prozent und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 18 Prozent. Die Linke von Bodo Ramelow steht bei nur 13 Prozent. Die SPD könnte 6 Prozent erhalten, die Grünen könnten mit 4 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Für die anderen Parteien ergäben sich zusammen 7 Prozent, darunter ist keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde.
Der CSD Erfurt findet dieses Jahr am Samstag, den 7. September ab 12 Uhr statt. Start und Ziel des Demozugs ist der Theaterplatz, auf dem dann auch ein großes Straßenfest stattfindet. (mize/dpa)

















